22.03.2017, 10:57 Uhr

"Vater", eine soziale Tragödie ohne Humorverbot

Das Publikum erlebt den geistigen Verfall aus Sicht des an Demenz erkrankten ältereren Herren, gespielt vom Pregartner Rudolf Hofer. (Foto: Comedia Club Pregarten)
PREGARTEN. Demenz – jene Erkrankung des Gehirns, die den Menschen Stück für Stück seiner Denkfähigkeit beraubt – ist zu einem Schreckgespenst der Gesellschaft geworden. Aktuellen Schätzungen zur Folge leiden in Österreich etwa 130.000 Menschen an einer Form der Demenz, was von der Größenordnung der Bevölkerung der Bezirke Freistadt und Perg entspricht. Betroffen sind aber nicht nur die an Demenz erkrankten Personen, sondern auch ihre Angehörigen, die den schrittweisen geistigen Verfall eines geliebten Menschen mit ansehen und mit erleben müssen.

Der Comedia Club Pregarten widmet sich im Rahmen seiner aktuellen Produktion "Vater" diesem Krankheitsbild. Unter der Regie von Birgit Schwamberger-Kunst wird die Geschichte eines an Demenz erkrankten älteren Herren (Rudolf Hofer) gespielt, der mit fortlaufender Zeit immer mehr der eigenen Vergesslichkeit ausgeliefert ist.

Das Besondere an „Vater“ ist, dass die Geschichte aus Sicht des demenzkranken Vaters gespielt wird. Das Publikum schlüpft somit unweigerlich in die Gedankenwelt des Hauptdarstellers und erlebt dadurch hautnah jenes unbarmherzige Gefühlskarussell, in dem sich Demenzerkrankte befinden.

„Vater“ ist eine soziale Tragödie ohne Humorverbot, da die verwirrenden Geistesblitze des Hauptdarstellers auch für den einen oder anderen amüsanten Moment sorgen. Die Premiere steigt am Donnerstag, 20. April, 19.30 Uhr, in der Bruckmühle.

Weitere Aufführungen: 23. April (17), 28. April (19.30), 29. April (19.30) und 30. April (17). Nähere Informationen und Kartenreservierungen unter 0664 / 20 66 648 bzw. unter Comedia Club Pregarten
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