19.12.2017, 13:10 Uhr

Risikofaktor Schneeräumen: 
Kälte verursacht Bluthochdruck

(Foto: Kathrin39/Fotolia)
FREISTADT. So schön der im Sonnenschein glitzernde Schnee auch ist: Wenn sich Unmengen vor der eigenen Haustür auftürmen und dieser die Zufahrt versperrt, heißt es „ran an die Schneeschaufel“. Für Personen mit Herz-Kreislaufproblemen birgt diese, vermeintlich harmlose, Tätigkeit jedoch gewisse Gefahren. Das Herzinfarkt- beziehungsweise Schlaganfallrisiko steigt.
Der menschliche Blutdruck ist naturgemäß Schwankungen unterworfen: Er verändert sich während des Tages, aber auch innerhalb der Jahreszeiten. Im Winter kommt es zu einer Senkung der Herzfrequenz und aufgrund der Kälte zu einer natürlichen Verengung der Blutgefäße. Damit steigt der Blutdruck und es kann beispielsweise zu einer Sauerstoffunterversorgung der Herzkranzgefäße kommen. All das stellt für Personen mit normalen Blutdruckwerten keinerlei Problem dar. „Menschen, deren Wert hingegen konstant über der Norm von 140/90 liegt, sollten im Winter besonders vorsichtig sein. Das heißt aber nicht, dass sich Betroffene zu Hause einsperren müssen. Es reicht, wenn Bluthochdruckpatienten regelmäßig ihren Blutdruck messen und sich draußen warm anziehen“, erklärt Primar Norbert Fritsch, Leiter Abteilung Innere Medizin am LKH Freistadt und ergänzt: „Kommt es zu einem auffallenden Anstieg des Blutdrucks, gilt es natürlich, medizinischen Rat einzuholen.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.