14.10.2014, 08:34 Uhr

Die Jungen für das Kochen begeistern

(Foto: Romana Aglas)
Mit dem neuen Kochbuch der Gesunden Gemeinde sollen auch junge Leute Spaß am Kochen bekommen.

LASBERG. „Mir selbst war das Kochen immer wichtig!“ Für Gerlinde Tucho selbstverständlich, dass sie jeden Tag am späten Nachmittag für ihren Mann und ihre Söhne frische Mahlzeiten auf den Tisch brachte. Nachdem sie bei einigen Bekannten auch gesehen hat, dass die Hauptmahlzeiten hauptsächlich aus Fertigprodukten bestehen, wollte sie unbedingt junge Leute und Familien fürs selber Kochen begeistern. „Der Bereich Bewegung ist in Lasberg gut abgedeckt. Ich wollte etwas zur gesunden Ernährung beitragen“, so Gerlinde Tucho, die ausgebildete Krankenschwester ist. Seit 16 Jahren ist sie Leiterin der „Gesunden Gemeinde“ und fand bei ihrem engagierten, kompetenten Team Verbündete. „Als zwei Jugendliche zu mir kamen und wegen eines Kochkurses angefragt haben, wurden die Pläne in die Tat umgesetzt.“

Schnell nachgekocht
Alle Mitglieder des Arbeitskreises besorgten gute Rezepte, die leicht und schnell nachzukochen sind. Die Diätologin Karin Leitner sorgte dafür, dass bei den Zutaten der Gesundheitsaspekt nicht zu kurz kommt. Dann wurden an insgesamt vier Kochabenden gemeinsam mit den Jugendlichen und auch mit dem „Gesunde Gemeinde“-Team gemeinsam mit Jungkoch Michael Hofer alle Rezepte gekocht. Die Fotografin Romana Aglas hat mit Liebe und Freude alle Rezepte für das Kochbuch fotografiert. „Alle Speisen waren einfach und rasch zu kochen. Ich habe jedes davon probiert, und sie schmecken alle ausgezeichnet“, lacht die Initiatorin, die schon wieder plant: Am 7. November gibt es einen Kochabend für Männer und eventuell später auch ein zweites Kochbuch – diesmal mit Brot, Gebäck, Aufstrichen und Salaten. Und auch die Zielgruppe ist am aktuellen Kochbuch beteiligt: Die Schülerinnen und Schüler der HLK Freistadt sorgen für das Layout.

ZUR SACHE
Das Kochbuch „G’schmackig, schnell, gut“ wird am Freitag, 28. November, 19 Uhr, im Gasthaus Hofer in Lasberg vorgestellt. Es gibt ein nettes Rahmenprogramm und für die ersten Kochbuchkäufer ein Präsent. Das Buch kostet 12 Euro. Das Buch gibt es auch beim Adventmarkt Lasberg, in der Bücherei Wolfsgruber und beim Gemeindeamt Lasberg.

HIER EINIGE REZEPTE:

Eine köstliche Pizza –
geschüttelt, nicht gerührt

LASBERG. Aus den mehr als 80 Rezepten aus dem neuen Hauptspeisen-Kochbuch „G’schmackig, schnell, gut“ stellen wir hier zwei besonders einfache und köstliche vor:

Für die Schüttelpizza braucht man: 250 ml Milch, 4 Eier, 250 g Schinken, 2 rote und 2 gelbe Paprika, 1 Zwiebel, 250 g Gouda, 1 TL Salz, 1 TL Pfeffer, 300 g Mehl,
Pizzagewürz.
Zubereitung: Schinken, Paprika, Zwiebel und Gouda in Würfel schneiden. Mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben, Deckel draufgeben und gut durchschütteln. Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen. Bei 200 Grad etwa 25 min im Rohr backen.

TOPFENKNÖDEL

Zutaten: 250 g Topfen, 1 Ei, 2 EL griffiges Mehl, 2 EL Brösel, 2 gehäufte EL Grieß (Vollkorn), Salz

Butterbrösel: 50 g Butter, 50 g Brösel (geriebene Nüsse), 50 g Zucker, Zimt

Zubereitung: Alle Zutaten mischen und 15 - 20 min rasten lassen. Mit nassen Händen Knödel formen. In kochendes Salzwasser legen und 10 - 15 min köcheln lassen; in Butterbröseln wälzen. Mit Zucker und Zimt verfeinern.

KOMMENTAR

Nicht immer nur Pizza und Pommes

Wir steuern auf die PPP-Generation – Pizza, Pommes, Pasta – zu. So brachte es eine Hauswirtschaftslehrerin kürzlich auf den Punkt. Das Problem sind nicht so sehr die Gerichte an sich, sondern die Tatsache, dass es sich dabei um Fertig- oder Halbfertigprodukte handelt. Sicher: Alle haben Stress. Nach Dienstschluss wird schnell noch eingekauft, was Fertiges eben. Zum Kochen haben nur mehr wenige Lust. Da kommt ein Kochbuch wie das der Lasberger gerade recht. Damit wird – hoffentlich – Kochen auch für Junge wieder salonfähig. Vielleicht könnte man Kochclubs gründen oder noch mehr private Schmankerl-Abende organisieren. Und wer am Abend keine Lust mehr hat, alleine (!) in der Küche zu stehen, darf durchaus auch die Familienmitglieder einbinden. Gegessen wird ja auch gemeinsam.
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