02.10.2014, 16:05 Uhr

Eine Sommerliebe – feine regionale Essige treffen auf beste Öle aus der Heimat

Es können beinahe alle Früchte zur Essigherstellung verwendet werden – die Geschmacksrichtungen sind vielfältig und bunt wie die Früchte selbst. (Foto: LK OÖ)

Was wäre ein Salat ohne Essig und ohne Öl? Diese beiden geschmackvollen Zutaten sind unentbehrlich für einen aromatischen Salat. In Oberösterreich gibt es etwa 60 bäuerliche Betriebe, die eine große Auswahl an vollfruchtigen, natürlichen Essigsorten anbieten. Rund 35 bäuerliche Direktvermarkter produzieren auch hochwertige Öle, so wie die Essigproduzenten meist unter dem Qualitätssiegel „Gutes vom Bauernhof“.

Um den besten Essig und das beste Öl in der Region zu finden, ist die „Gutes vom Bauernhof“-Homepage eine große Hilfe. Die neue Homepage www.gutesvombauernhof.at präsentiert sich in frischem Design, einer übersichtlichen Gestaltung und mit optimierter Suchfunktion nach Betrieben und bäuerlichen Spezialitäten. Auf einer interaktiven Karte wird auch der genaue Standort der Direktvermarkter angezeigt.
Auch die „Gutes vom Bauernhof“-App und das dort gebotene Schmankerl-Radar ist eine Möglichkeit, um sich mittels Smartphone auf die Suche nach regionalen Lebensmitteln zu machen. Die Radar-Funktion der innovativen Gutes vom Bauernhof-App meldet während einer Autofahrt fortlaufend, wo sich die nächsten Gutes vom Bauernhof-Betriebe befinden, gewünschte Distanz und Produktgruppe können individuell eingestellt werden. Sobald das Radar anschlägt, kann der User mit einem einfachen Knopfdruck beim Betrieb anrufen und sich mit einem weiteren Knopfdruck zum Betrieb hin navigieren lassen. So steht dem frischen Genuss von Essig und Öl Ab-Hof nichts mehr im Wege.

Essig – Multitalent für Salat und andere Speisen
Essig, die aromagebende Komponente im Salat, rundet durch die feine Säure jedes Dressing ab. Essig ist ein Multitalent, das nicht nur im Salat landen sollte. Feine Essige werden durchaus als Aperitif getrunken und nach wie vor kommt Essig in der Alternativmedizin zum Einsatz.
Hergestellt wird Essig auf unterschiedliche Arten: Bei der synthetischen Herstellung wird die Essigsäure aus Acetylen, einem Stoff aus der Erdölchemie, gewonnen. Dieser wird verdünnt und ist dann als Speiseessig unter der Bezeichnung „Säureessig“ erhältlich. Auf diese Art
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und Weise wird Essig vorwiegend von der Lebensmittelindustrie hergestellt und die Produkte werden als preisgünstige Sorten im Supermarkt angeboten.
Im Gegensatz dazu entsteht der sogenannte Gäressig durch Vergärung von reinem Saft zu einer alkoholischen Flüssigkeit wie beispielsweise Apfelmost oder Rotwein. Daraus entsteht dann in einer zweiten Gärung der fertige Essig, der die Aromen des Ausgangsproduktes enthält. Es können beinahe alle Früchte zur Essigherstellung verwendet werden – die Geschmacksrichtungen sind vielfältig und bunt wie die Früchte selbst.
Beim Ansatzessig wird bereits fertiger Essig mit Kräutern und Gewürzen angereichert. Dadurch entstehen die vielfältigsten Geschmacksrichtungen.
In Oberösterreich gibt es, verteilt auf alle Regionen, etwa 60 bäuerliche Betriebe, die vollfruchtige, natürliche Essigsorten anbieten: Obstessige (Apfel, Birne, Quitte, Beeren oder Steinobst), Honig-, Wein-, Bier-, Trebern-, Molke-, Gemüse-, Kräuter- und Gewürzessige.
Die Vorteile der bäuerlichen Qualitätsessige sind: Sie enthalten keine Zusatzstoffe, kommen ohne Konservierungsmittel und Antioxidationsmittel aus und sind ein reines Naturprodukt.
Öle – frisch vom Bauernhof aus der Region
Typische, regionale Öle, wie Leinöl, Walnussöl oder auch Rapsöl sind die besten Quellen für die lebensnotwendigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren, besonders für die Omega-3- Fettsäuren. Diese zählen zu den essentiellen Fettsäuren. Das heißt, der Körper braucht sie, kann sie aber nicht selber herstellen.
Leinöl, Walnussöl, Kürbiskernöl und Rapsöl – besonders geeignet für die kalte Küche
Leinöl oder auch Leinsamenöl genannt, ist ein pflanzliches Speiseöl, das aus den Samen des Flachs gewonnen wird. Dieses Pflanzenöl ist hochempfindlich und naturbelassen und besonders wertvoll für die kalte Küche.
Ein Liter Walnussöl erfordert die Verarbeitung von gut drei Kilogramm Nüssen. Da Walnussbäume nicht massenhaft wachsen, gehört das Öl in die gehobene Preisklasse. Es wird schnell ranzig, deshalb kleine Mengen bevorzugen und nicht allzu lange aufbewahren.
Kürbiskernöl ist ein aus den gerösteten Kernen einer lokalen Sorte des Gartenkürbis hergestelltes Pflanzenöl. Das Öl eignet sich als Salatöl, es ist zudem in kalten und warmen Vor-, Haupt- und Nachspeisen verwendbar.Bei der Gewinnung von kaltgepresstem Rapsöl werden die Samen des Raps in einer Schneckenpresse lediglich unter Druck ausgepresst, ohne dass Hitze zugeführt wird. Dieses empfindliche Speiseöl sollte als Würzöl für kalte Speisen und Rohkostgerichte verwendet werden. Natives, kaltgepresstes Rapsöl schmeckt kräftig würzig und nussig.
All diese Ölsorten werden in Oberösterreich von bäuerlichen Betrieben angeboten, insgesamt gibt es 34 bäuerliche Öl-Produzenten, die ihre Produkte nach strengen Qualitätskriterien erzeugen. Wer sich mit seinem Smartphone und dem Gutes vom Bauernhof-Schmankerl- Radar auf die Suche macht, wird bald fündig werden.
Bei der Suche nach bäuerlichen Direktvermarktern von Essig und Öl hilft auch gerne die Landwirtschaftskammer OÖ, Abteilung Ernährung und Direktvermarktung, E-Mail: abt- erdv@lk-ooe.at; Telefon: 050/6902-1249
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