16.09.2014, 13:09 Uhr

Fußball-Unterhaus: Ein Streifzug durch die Ligen

Landesliga Ost: Trüb war voriges Wochenende nicht nur das Wetter, sondern auch die Stimmung in Pregarten.
LANDESLIGA OST. Das runde Leder rückte am Samstag in Pregarten in den Hintergrund. Nach dem tragischen Tod des bei allen beliebten U-17-Kickers Simon Greindl wurde die 0:1-Pleite gegen Naarn zur Nebensache. Die Pregartner, die geschlossen mit schwarzem Trauerflor aufliefen, fanden auch auf der heimischen Kunstrasenanlage nicht in die Erfolgsspur. Am Samstag, 20. September, geht’s zum Derby nach Katsdorf. Beginn: 16 Uhr.
Freistadt verpasste den zweiten Saisonsieg nur um Haaresbreite. „Der Schiedsrichter signalisierte zwei Minuten Nachspielzeit, der entscheidende Gegentreffer zum 2:2 fiel in der 96. Minute“, haderte Trainer Gerhard Müller. In den 90 Minuten zuvor waren die Freistädter das bessere Team, aber nicht kaltschnäuzig genug. Michi Stemmer, der dieses Mal auf der Spielmacherposition agierte, erzielte beide Tore. Positiv: Kapitän Roman Lanzerstorfer konnte erstmals seit seiner langen Verletzungspause wieder das Team von Trainer Gerhard Müller verstärken. Er hielt über 90 Minuten durch und zeigte eine durchaus ansprechende Leistung.


BEZIRKSLIGA NORD. Mit einem 1:1 Remis, über das sich niemand richtig freuen konnte, trennten sich Kefermarkt und Wartberg im Bezirksderby. Die Wartberger waren in der ersten Hälfte aktiver und führten durch einen Treffer des ganz starken Verteidigers Paul Schmollmüller. Unmittelbar nach der Pause traf Daniel Ennikl nur die Querlatte und verpasste damit die Vorentscheidung. In der Folge überschlugen sich die Ereignisse: Bei äußerlichen Verhältnissen, die sonst nur im November herrschen, entwickelte sich ein hitziger und emotionaler Fight. Nachdem zuvor Wartbergs Goalgetter Paul Hametner mit gelb/rot das Spielfeld verlassen musste, sah wenige Minuten danach Kefermarkt-Angreifer Daniel Gruber ebenfalls die Ampelkarte. Als die Zuseher schon mit einem Auswärtssieg rechneten, traf Kefermarkt-Kapitän Michael Grabner noch zum Ausgleichstreffer. Der erste Bezirksliga-Punkt in der Kefermarkter Vereinsgeschichte ist somit perfekt. „Leider wurde uns ein klarer Elfmeter verwehrt. Mit der Wut im Bauch haben wir in der zweiten Hälfte das Spiel dominiert. Der Punkt ist wichtig für die Köpfe der Spieler. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, daher rechnen wir uns auch in Vorderweißenbach etwas aus“, sagt Kefermarkt-Obmann Stefan Fischer.
St. Oswald enttäuschte auch gegen Lembach und verlor leistungsgerecht mit 1:2. Die Königswiesen-Partie musste abgesagt werden.


1. NORDOST. Am Sonntag, 21. September, 16 Uhr, steigt das große Mühlviertler-Alm-Derby zwischen Schönau und Bad Zell. Pünktlich zum Nachbarschaftsduell kommen die Schönauer in Form. Nach drei Auftaktpleiten in Folge gab es in den vergangenen beiden Runden vier Punkte mit lediglich einem Gegentreffer. Dem Favoriten aus Mitterkirchen trotzte die Mayrhofer-Elf zuletzt ein 0:0 ab. Neu-Libero Mario Haunschmied und seine Kollegen hatten die starken Mitterkirchener Angreifer gut im Griff. „Wir sind mit dem Punkt voll zufrieden, unsere Verteidigung spielt im Moment hervorragend“, freute sich Spielertrainer Michael Mayrhofer, der gegen Bad Zell eine 50:50-Partie erwartet. Brisant: Bad Zells Trainer Franz Wurm kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. In der Vorwoche vergaben die Bad Zeller in der Nachspielzeit einen Elfmeter und gingen dadurch als 1:2-Verlierer gegen Perg/Windhaag vom Platz.
Union Pregarten fackelte in Katsdorf ein Offensivspektakel ab und siegte mit 5:0. „Mit den fünf Gegentoren waren die Katsdorfer sogar noch gut bedient“, sagt Pregartens Sportlicher Leiter, Gerhard Steiner.


2. NORDMITTE. Den lang-ersehnten ersten Saisonsieg konnte die Union Windhaag einfahren. Im Bezirksvergleich gegen Neumarkt sah es zur Pause nicht nach einer Trendwende aus. Neumarkt agierte in den ersten 45 Minuten stärker und führte verdient durch einen Treffer von Alexander Wimmer mit 1:0. Nach der Pause verpassten die Gäste das 2:0 und fingen sich im Gegenzug das 1:1 des überragenden Maximilian Wagner ein. Nun brach Neumarkt völlig auseinander, Windhaag spielte sich in einen Rausch und siegte noch mit 4:1. „Gott sei Dank ist uns endlich der erste volle Erfolg gelungen. Wir waren schon mehrmals nahe dran, dieses Mal konnten wir unsere Torchancen konsequenter nutzen“, freute sich Windhaags Sportlicher Leiter Erich Traxler, der auch gegen den Letzten Rottenegg einen Sieg fordert. „Wir wollen nun einen Erfolgslauf starten.“ Kurios: Doppeltorschütze und Man of the Match, Maximilian Wagner, schaffte es nicht pünktlich zum Anpfiff, daher wurde er erst zur Pause eingewechselt. Mit seiner Präsenz erhielt das Windhaager Spiel neuen Schwung.


2. NORDOST. Eine klare Angelegenheit war die Partie zwischen der SPG Weitersfelden/Kaltenberg und Gutau – 2:0! Während die Heimischen vor toller Kulisse zahlreiche gute Torchancen herausspielen konnten und auch zwei schöne Tore erzielten, lief bei den Gutauern überhaupt nichts zusammen. Stefan Hinterkörner, der Spielertrainer der Heimischen, sorgte höchstpersönlich für den zweiten Treffer, als er einen Distanzschuss sehenswert versenkte. Ebenfalls ganz stark agierte Klaus Stellnberger. „Meine Mannschaft ist ganz anders aufgetreten wie in den Runden zuvor, die Körpersprache hat dieses Mal 100-prozentig gestimmt“, freute sich Hinterkörner, der sich auch kommendes Wochenende in St. Pantaleon einiges ausrechnet, über den ersten Saisonsieg. Hagenberg feierte durch ein spätes Waldenberger-Tor einen Last-Minute-Sieg in Baumgartenberg.
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