18.05.2018, 12:18 Uhr

Kernlandmuseum ist reich an alten Schätzen

Richard Kreindl mit einem Vorläufer des Toasters.
LASBERG. Seit 1996 betreibt Richard Kreindl das Kernlandmuseum in der Ortschaft Grieb in Lasberg. Das Museum ist der ganze Stolz des Pensionisten, weshalb er fast jede freie Minute und auch viel Geld in das Anwesen steckt, das früher eine kleine Landwirtschaft und Schmiede war und sich seit vielen Generationen in Familienbesitz befindet. Bereits in den 1980er Jahren begann der Lasberger alte Werkzeuge, Geräte, Einrichtungsgegenstände aber auch Kunstschätze zu sammeln und liebevoll aufzubereiten. Mehr als 2.000 Exponate befinden sich schätzungsweise in den Räumlichkeiten des Museums. Das älteste Stück ist so etwas wie der erste Toaster aus dem Jahr 1595.

Das geschichtliche und volkstümliche Wissen von Richard Kreindl ist beeindruckend. Dieses gibt er nach telefonischer Voranmeldung gerne an Interessierte weiter. „Etwas schade finde ich persönlich, dass kaum Schulklassen zu Besuch kommen. Es würde mir viel Freude bereiten, auch Schulkindern zu erzählen und zu zeigen, wie man vor etwa 200 Jahren gelebt und gearbeitet hat“, sagt Kreindl.

Mittlerweile hat er den Hof an seinen Sohn übergeben, der das Interesse seines Vaters teilt und Seminar- und Ausstellungsräume einrichten wird. Zukünftig soll neben dem Museum auch die Natur im Fokus stehen. Erste Schritte dafür wurden bereits getätigt. Vor allem die Bienen liegen dem Pensionisten am Herzen. Er hatte die Gefahren der heutigen Intensivlandwirtschaft früh erkannt und schon vor einigen Jahren eine Bienenfutterhecke mit knapp 500 Pflanzen angebaut. Des Weiteren gibt es einen Bienenstock, eine Vogel- und Insektentränke, eine Panoramatafel sowie eine kleine Aussichtsplattform mit Fernglas.

Die Motivation und das Engagement des 82-jährigen Gründungsobmanns des Kultur- und Bildungsringes Lasberg scheinen unaufhaltsam: Am Sonntag, 27. Mai, wird es um 19.30 Uhr beim Kreuzstöckl neben dem Museum eine Maiandacht geben, gefolgt von der feierlichen Enthüllung einer Gedenktafel zu Ehren der Gefallenen des Bauernkrieges 1626. Gleichzeitig ist es der Startschuss zu einer Ausstellung über den ersten Weltkrieg. Ehrengast wird die Nationalratsabgeordnete Johanna Jachs sein.

TEXT/FOTOS: Lisa Klein
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