31.10.2016, 12:42 Uhr

"Schließlich wollen es alle sauber haben!"

Maria Wansch (Foto: Privat)
Es gibt Arbeiten, die fallen nur auf, wenn sie nicht gemacht werden. Dazu gehört das Putzen!


TRAGWEIN, BEZIRK. Der Gedenktag „Tag der Putzfrau“ existiert seit 2004 und findet am 8. November statt. Er wird auch „Internationaler Tag der Putzfrau“ oder „Weltputzfrauentag“ genannt. Die Idee zum "Tag der Putzfrau" hatte die Krimiautorin Gesine Schulz, deren Romanheldin Karo Rutkowsky Putzfrau und Privatdetektivin zugleich ist. Die Autorin rief den Tag 2004 ins Leben, er ist datiert auf den "Geburtstag" der Romanheldin.
Maria Wansch arbeitet seit über 20 Jahren als Reinigungskraft im
Kindergarten Tragwein. "Wenn man mit offenen Augen in ein Gebäude
hineingeht, dann weiß man schon genau, was zu putzen ist!" Dabei muss sie
auch flexibel sein, mal ist mehr zu tun, mal weniger. Maria Wansch: "Wenn man 30
Jahre putzt, so wie ich, dann hat man schon einen Blick dafür. Ich mache
diese Arbeit gern und immer mit einem Lächeln, das Lächeln kommt dann
mehrfach zurück. Leider wird der Berufstand der Putzfrau teilweise abgewertet, doch es ist ein Beruf wie jeder andere auch! Alle wollen es schließlich sauber haben!"
Im Kindergarten sind auch Hygienevorschriften sehr wichtig: So müssen zum Beispiel die Türklinken und im Turnsaal die Geräte ständig geputzt werden. In gewissen Abständen müssen alle Spielsachen einzeln gereinigt werden. Auch die
Sanitäranlagen müssen täglich geputzt werden. Früher gab es in den
Waschräumen Gästehandtücher, heute Papierhandtücher und dadurch auch leider
mehr Müll. Die Entsorgung des Mülls gehört auch zu ihren Aufgaben.
Körperlich erschwerend ist die Arbeit, weil sämtliches Mobiliar niedriger
und kleiner gehalten ist. Fallweise Reparaturarbeiten (schrauben, bohren,
leimen) erledigt sie auch noch so nebenbei. Maria ist einfach ein
Allroundtalent und der gute Geist im Kindergarten.
Ohne die Hilfe einer Putzfrau würde es in vielen Haushalten nicht so sauber sein. Aber: Es ist gar nicht so einfach, jemanden
zu finden, den man bedenkenlos in der Wohnung alleine lässt. Kaum jemand hat
so einen Einblick in die Privatsphäre wie eine Putzfrau. Deshalb
ist gegenseitiges Vertrauen natürlich besonders wichtig – und natürlich ein
respektvoller Umgang miteinander.
Nicht nur unsere Wohnungen, auch öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel
eine Kirche müssen gereinigt werden. Eine Kirche sauber zu halten bedeutet
viel Arbeit. Wöchentlich, und das schon seit über 20 Jahren, putzen und
reinigen die Mesnerin Gertrude Scherrer und Maria Naderer die Pfarrkirche
von Tragwein. Speziell nach größeren Kirchenfesten ist immer viel zu tun,
dabei ist Flexibilität gefragt. Der Umwelt zuliebe verwenden die beiden bei
der Reinigung der Bänke und des Bodens nur Wasser und Schmierseife.
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