Arzthubschrauber angeschossen, Polizei sucht Täter

Pilot Gerold Hofbauer ist geschockt: "Auf den Helikopter wurde während dem Einsatz geschossen".
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BEZIRK TULLN/GÄNSERNDORF/MISTELBACH/WIEN. "Für mich ist es einfach nur unfassbar, dass auf uns geschossen wurde. Man darf gar nicht daran denken, was alles hätte passieren können, wäre beispielsweise der Pilot getroffen worden", sagt Gerold Hofbauer.
Bevor der ÖAMTC-Pilot seinen Dienst antrat, überprüfte Hofbauer Dienstag Früh den gelben Rettungshubschrauber – so wie immer. Doch dann lief ihm der kalte Schauer über den Rücken: Er entdeckte ein Loch im Rotorblatt. Und dieses soll von einem Schuss stammen. Da die Helikopter über Nacht jedoch im verschlossenen Hangar stehen, wird derzeit davon ausgegangen, dass der Hubschrauber am Montag während eines Einsatzes angeschossen wurde.

Gänserndorf und Mistelbach angeflogen
"Der Notarzthubschrauber war in Wien aber auch in Niederösterreich unterwegs", bestätigt Ralph Schüller von der ÖAMTC-Pressestelle. "Der Christophorus 9 flog von Wien nach Gänserndorf sowie von Matzen (Bez. Gänserndorf) nach Mistelbach und retour in die Bundeshauptstadt", sagt Schüller gegenüber dem Tullner Bezirksblatt. Das bedeutet, dass die Schussattacke auch über diesen Bezirken stattgefunden haben kann.

Polizei bittet um Hinweise
"Die neun Millimeter Munition ist ein gängiges Projektil", informiert Thomas Keiblinger vom Landeskriminalamt Wien. "Die ist beispielsweise auch in meiner Dienstwaffe, einer Clock 17, drinnen – aber auch bei anderen Herstellern kann sie eingelegt werden", fügt Keiblinger hinzu. Ob mehrere Schüsse auf den Helikopter abgefeuert wurden – dies soll nun im Rahmen der Ermittlungen herausgefunden werden. "Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass der Schuss den Hubschrauber in Bodennähe getroffen hat oder dort, wo er sich länger aufgehalten hat", so der Pressesprecher. Das Landeskriminalamt Wien Nord sucht daher auch in unserem Bezirk nach Zeugen.

Schock sitzt tief: Pilot jetzt auf Urlaub
Während dem Flug am Montag ist Pilot Hofbauer keine Beeinträchtigung des Hubschraubers aufgefallen – Mittwoch Nachmittag war er nicht mehr erreichbar. "Er ist jetzt auf Urlaub und muss sich von dem Schock erst erholen", so Schüller.
Der ÖAMTC erstattete eine Anzeige gegen unbekannt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren – es soll sich um ein neun Millimeter Geschoß handeln, das auch aus größerer Entfernung abgegeben worden sein könnte.

Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

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