Baby tot: Vater verurteilt

Dietmar Nußbaumer führte dieses Strafverfahren als Einzelrichter, Staatsanwalt Stefan Dunkl war Vertreter der Anklage.
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  • Foto: mr
  • hochgeladen von Ulrike Potmesil

MATZEN/KORNEUBURG (mr). Das Leben des am 11. März 2017 geborenen Can war mehr als kurz, er überlebte seine Geburt bloß um rund drei Wochen.

Tod durch Schädel-Hirn-Trauma

Sicher ist, dass der Tod des Säuglings als Folge eines massiven Schädel-Hirn-Traumas eintrat. Die Ursache des Sturzes auf den Boden blieb unklar. Während der Vater mit dem Sohn auf einem Arm auf einer Treppe selbst zu Sturz gekommen sein will, schildern Zeugen, er habe ihnen erzählt, Can sei ihm beim spielerischen "in die Luft Werfen" ausgekommen.
Die Mutter des Kindes war nicht zu Hause, sie befand sich in der Schnellbahn auf der Rückfahrt von Wien.

Keine Rettung gerufen

Bemerkenswert ist, dass der Vater keine Rettung angerufen, sondern bloß seine Frau per Handy informiert hat, dass das Baby zu Boden gefallen sei. Erst als die Mutter zu Hause angekommen war, hat sie die Rettung verständigt. Als diese eintraf, konnte nur noch der Tod des Säuglings festgestellt werden.

Die ebenfalls angeklagte Mutter wurde bereits in der Hauptverhandlung am 19. Oktober freigesprochen, weil sie telefonisch nicht über den kritischen Zustand des Kindes aufgeklärt wurde. Der Vater war untergetaucht und der Verhandlung ferngeblieben. Letzte Woche wurde er aus der Untersuchungshaft vorgeführt.

Der Schuldspruch wegen fahrlässiger Tötung und die Verurteilung zu sechs Monaten unbedingter Haft sind nicht rechtskräftig!

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