Landwirtschaft zum Anfassen
Bäuerinnen besuchten Volksschulklassen

Die Bäuerinnen brachten den Kindern die Landwirtschaft etwas näher
  • Die Bäuerinnen brachten den Kindern die Landwirtschaft etwas näher
  • Foto: Die Bäuerinnen Groß-Enzerdorf und Marchegg
  • hochgeladen von Thomas Pfeiffer

Konsumenten von morgen für heimische, bäuerliche Lebensmittel sensibilisieren – das ist ganz im Sinne der Bäuerinnen im Gebiet Groß-Enzersdorf und Marchegg.

BEZIRK. Mehr als 2.400 Bäuerinnen machten heuer rund um den Welternährungstag Landwirtschaft für Erstklässler greif- und erfahrbar.

Anlässlich des bundesweiten Bäuerinnen-Aktionstages werden in 2.200 Schulklassen landwirtschaftliche Produktionsabläufe an kindgerechten Stationen erläutert und der Wert heimischer Lebensmittel aus bäuerlicher Erzeugung bereits den Jüngsten unter uns vermittelt. Die engagierten österreichischen Bäuerinnen schlagen in direktem Kontakt mit Pädagogen, Eltern und Kindern wirksam eine Brücke zwischen Landwirtschaft und Schule. Zusammen mit den 39.000  Schülern, die heuer über die Bäuerinnen-Aktionstage erreicht werden sollen, sind es bereits mehr als 189.000 Kinder und Pädagogen, die von dem im Jahr 2015 initiierten Projekt profitieren. Die erfolgreiche Initiative ist außerdem für den "VIKTUALIA Award 2019" des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) nominiert.

"Die Kinder sind die Konsumentinnen und Konsumenten von morgen und bekommen durch die Bäuerinnen-Aktionstage sowie die Darstellung moderner Landwirtschaft ein reales Bild von der heimischen Lebensmittelproduktion vermittelt. Wir wollen auf Augenhöhe mit den Pädagoginnen und Pädagogen bereits bei den Kindern im Volksschulalter das Bewusstsein für den Mehrwert von schmackhaften, bäuerlichen Nahrungsmitteln schärfen. Die österreichischen Bäuerinnen leisten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen wertvollen Beitrag für ein gesteigertes Verständnis zwischen Konsumenten und bäuerlichen Produzenten", betont Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann.

Kreisläufe in der Lebensmittelherstellung werden vermittelt

Während der Aktionstage bereiten die Bäuerinnen in ein bis zwei Schulstunden etwa den Weg "vom Küken zum Ei", "vom Gras zur Milch", "vom Apfel zum Saft" oder vom "Korn zum Brot" in anschaulicher Weise auf und bringen die Schulanfänger nicht selten zum Staunen. Auch die Lebensmittelkennzeichnung und eine bekömmliche Ernährung können Lehrinhalte sein. Der Spaß kommt dabei aber keinesfalls zu kurz, denn die heuer rund 39.000 Kinder - so viele wie in keinem Jahr davor - dürfen aktiv mitwirken. So werden etwa gesunde Snacks mit der beispielsweise von den Schülern zuvor selbst geschüttelten Butter zubereitet, Erdäpfel geschält, Kälber und Ferkel gestreichelt oder landwirtschaftliche Geräte aus nächster Nähe betrachtet. Schließlich ist auch das gemeinsame Verkosten ein wichtiger Bestandteil für mehr Wertschätzung saisonaler und regionaler Produkte.

Die bäuerliche Welt mit allen Sinnen erfahren

Der Verein „Die Bäuerinnen im Gebiet Groß-Enzersdorf und Marchegg“ setzte heuer in der Kornkammer Österreichs im Zuge des Welternährungstages den Schwerpunkt auf das Getreide und vermittelte den Weg „vom Korn zum Brot“.

Fast täglich konsumieren wir Getreide in unterschiedlichsten Variationen.Doch bevor die Getreideprodukte zu uns auf den Tisch kommen, haben sie bereits eine spannende Reise hinter sich. Unter dem Motto „Vom Korn zum Brot“ wurde den Kindern in einem Stationsbetrieb dieser Weg nähergebracht.
Die Bäuerinnen brachten vorerst die Unterschiede der Getreidekörner näher. Danach folgte der Anbau der Getreidekörner über die Ernährungspyramide – mehr Obst, Gemüse und Getreide zu sich nehmen und weniger Fette und Süßigkeiten – lernten die Schüler ebenso die verschiedenen Gütesiegel mit mitgebrachten Produkten kennen, auf die man beim Kauf von Lebensmitteln bewusst achten sollte.

Es durfte ein Getreidebild gestaltet werden und mit einer Getreidemühle aus den Körnern selbst Mehl gemahlen werden.Danach durfte jedes Kind ein eigenes Weckerl formen, mit verschiedenen Körnern bestreuen und backen.
Marchfelder Brotsorten von der Bäckerei Geier aus Strasshof, Reisprodukte von ÖsterReis aus Gerasdorf,
selbstgemachtes Popcorn von Prossenitsch aus Zwerndorf sowie Giant Corn-gerösteter Mais aus Niederösterreich
dazu regionalen Bio-Apfelsaft mit frischen Äpfeln von der Familie Hansi aus Oberweiden konnten zwischendurch verkostet werden.
Auch das Getreide-Quiz durfte nicht fehlen.

„Die Kinder waren gemeinsam mit ihren Pädagoginnen mit großer Freude beim Eintauchen in die Wissenswelt rund um das Getreide und unserer Ernährung dabei. Die österreichischen Bäuerinnen leisten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen wertvollen Beitrag für das Verständnis zwischen Konsumenten und Produzenten“, betont die Gebietsbäuerin Elke Scheit.

Autor:

Thomas Pfeiffer aus Gänserndorf

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