Der Retter des Hallenbades

Ulf Seifert verschaffte sich auf Einladung von Christine Beck einen Überblick über die Anlage.
  • Ulf Seifert verschaffte sich auf Einladung von Christine Beck einen Überblick über die Anlage.
  • hochgeladen von Ulrike Potmesil

GÄNSERNDORF (up). So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben: Das Gänserndorfer Hallenbad hat einen Abgang von 400.000 Euro im Jahr und die Besucherzahlen lassen zu wünschen übrig. Obendrein muss das über 30 Jahre alte Gebäude dringend saniert werden.
Bürgermeister Robert Michl, der mit seiner Idee, statt einer Generalsanierung ein neues Wellness-Zentrum zu errichten, im Gemeinderat keine Mehrheit bekommen hat, sprach damals klare Worte: Bis Mai 2012 habe die zuständige VP-Stadträtin Christine Beck Zeit, einen Vorschlag zu bringen, wie das alte Bad aus den roten Zahlen zu holen sei. Andernfalls solle es geschlossen werden.
Für diese Ideenfindung holte sich Beck Hilfe aus dem Nachbarbezirk. Ulf Seifert ist Geschäftsführer der Korneuburger BädergesmbH und verantwortlich für die Generalsanierung des städtischen "Berndl-Bads". Von ihm erhofft sich Beck Vorschläge, wie das Gänserndorfer Bad modernisiert und effizienter betrieben werden könne.
Schon nach einem ersten Rundgang durch das Gebäude sieht Seifert einige Plus- und Minuspunkte des Bads: "Die zentrale Lage und die Nähe zu den Schulen ist ein Riesenvorteil." Auch die große Freifläche hinter der Sauna könnte hervorragend zu einem Wellnessbereich umgestaltet werden. Probleme, die Seifert spontan ins Auge stechen, sind die veralteten Sauna- und Sanitäranlagen sowie die Öffnungszeiten: "Das Bad ist die halbe Zeit geschlossen - warum?"
Seifert ist überzeugt, der Abgang könnte um mehr als die Hälfte reduziert werden. Das könne man nicht nur durch energetische Sanierung, sondern auch durch neue Preisgestaltung und Angebote erreichen. "Aus einem kleinen Bad ist viel rauszuholen, wenn ich mit meinem Rahmenangebot gezielt Kundengruppen anspreche", meint Seifert. Und er rechnet realistisch: "Ein Hallenbad wird nie gewinnbringend sein, ist aber für Schulen und Vereine eine wichtige Einrichtung. Dagegen kann ein Wellness-Tempel Gewinne bringen, das Schwimmtraining für Schüler und Sportler könnte dort aber nicht mehr stattfinden."
Stadträtin Christine Beck ist zuversichtlich: "Wir sind an Herrn Seifert herangetreten, weil Korneuburg in einer ähnlichen Situation wie Gänserndorf ist, nur ist man dort einige Schritte weiter." Die Ideen-Liste, die Seifert präsentieren will, wird in der nächsten Ausschusssitzung diskutiert. Am 20. Juni soll der Gemeinderat eine Entscheidung zum weiteren Schicksal des Bades treffen.

Autor:

Ulrike Potmesil aus Gänserndorf

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