March-Thaya-Auen
Ein Ring fürs Leben

Die Zugvögel werden zur weiteren Verfolgung mit einem Ring und einer Nummer versehen.
  • Die Zugvögel werden zur weiteren Verfolgung mit einem Ring und einer Nummer versehen.
  • Foto: Verein AURING
  • hochgeladen von Thomas Pfeiffer

Beim Verein AURING werden Zugvögel verschiedenster Arten die in den March-Thaya-Auen "pausieren" mit Beinringen und einer Identifikationsnummer versehen.

HOHENAU (top). In den March-Thaya-Auen wird Geburtstag gefeiert. Und zwar ein ganz besonderer:  Vor 25 Jahren entdeckten begeisterte Ornithologen bei verschiedenen Streifzügen die außerordentliche Bedeutung der Absatzbecken rund um die Hohenauer Zuckerfabrik. Seitdem kümmert sich das engagierte AURING-Team um die Pflege und Sicherung dieses Second-Hand-Feuchtgebietes, das sich zu einem besonderen Refugium für Wasser- und Watvögel, aber auch für Frosch, Molch & Co entwickelt hat.

Vom Industriestandort zum Naturjuwel

Zudem betreibt der Verein die Biologische Station Hohenau-Ringelsdorf. Sie ist ein Glied im weltweiten Netzwerk von Vogelberingungsstationen und liefert wichtige Daten zur Entwicklung der Singvogelbestände im Gebiet und wissenschaftliche Erkenntnisse über den Vogelzug. Der Ring am Vogelbein entspricht dabei unserem  menschlichen Ausweis. Es handelt sich um eine individuelle Markierung. Wo auch immer der Vogel wiedergefunden wird, kann er über den Nummerncode am Bein identifiziert werden.

Auch wenn mittlerweile schon vieles über die verschiedenen Zugrouten bekannt ist, so können doch immer wieder neue Entdeckungen gemacht werden. Zudem variieren Zugstrategien und Zugrouten im Laufe der Zeit (wie zum Beispiel als Folge des Klimawandels), und diese Veränderungen können mithilfe von standardisierten Beringungsprogrammen erforscht werden.

"Tankstellen" für Zugvögel

Um möglichst viele Vögel beringen zu können, suchen Vogelforscher geeignete Rastplätze aus. Das sind Naturgebiete, in denen eine große Anzahl von Vögeln am Zug pausiert und genug Nahrung zum Auffüllen von Fettreserven vorhanden ist. Da geeignete „Tankstellen“ in Europa immer seltener werden, müssen die wenigen verbleibenden unbedingt geschützt werden. Die "vogel.schau.plätze" haben somit nicht nur eine wichtige Funktion in der Vogelzugforschung, sondern auch im Vogelschutz. Denn sie stellen ein ausgezeichnetes Rastgebiet dar – wie die großen Fangzahlen deutlich zeigen. Seit 1994 wurden in Hohenau-Ringelsdorf jeweils von Juli bis Oktober an vier Tagen pro Woche im Rahmen des Standardfangprogramms rund 87.000 Vögel aus über 120 verschiedenen Arten beringt.

Die Beringungsstation ist bis Ende Oktober an den Wochenenden (FR-MO Mittag von 7-17 Uhr) der Öffentlichkeit zugänglich. Ein Besuch lohnt sich. Der jeweilige „Herr der Ringe“ – es kann auch eine Dame sein – informiert Sie dabei über die Arbeit der Vogelberinggung.

Autor:

Thomas Pfeiffer aus Gänserndorf

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