"Sicher Nicht"
Gänserndorfer Synagoge soll Parkplatz weichen

Die GRÜNEN kämpfen mit der Nationalratsabgeordneten Ewa Ernst-Dziedzic weiter für den Erhalt der Synagoge.

GÄNSERNDORF. "Sicher nicht mit uns! Wir Grüne werden immer für eine lebendige Erinnerungskultur kämpfen, denn nur unser kulturelles Gedächtnis bewahrt uns vor den Fehlern der Vergangenheit“, schreibt die grüne Nationalratsabgeordnete Ewa Ernst-Dziedzic in Sozialen Netzwerken nach ihrem Besuch der Synagoge in der Gänserndorfer Bahnstraße.

Petition soll helfen

Als fast genau vor einem Jahr der Denkmalschutz für Synagoge und Rabbinerhaus vom BVwG wegen eines Formalfehlers aufgehoben wurde, wurde das Verfahren neu aufgerollt. "Die Gebäude wurden vom Denkmalamt sofort wieder unter Schutz gestellt und die Begutachtung der Gebäude noch einmal vorgenommen. Parteienstellung haben in diesem Verfahren theoretisch wieder der Bürgermeister und die Gemeinde", sagt Fraktionssprecherin Beate Kainz. Nun wurde eine Petition ins Leben gerufen, die den Erhalt der Synagoge sichern soll. Beim Besuch der Nationalratsabgeordneten in Gänserndorf übergaben die Grünen mehr als 500 Unterschriften an Ewa Ernst-Dziedzic. Für die Behandlung der Petition im Nationalrat sind entweder 500 Unterschriften oder die Unterschriften von drei Abgeordneten notwendig. Unterschrieben haben die Petition neben Historikern wie Claudia Kuretsidis-Haider, Rudolf Leo, Soshana Diuzend-Jensen oder Ingrid Oberndorfer auch Erika Pluhar, Eva Rossmann und christliche Würdenträger.
„Wir bedanken uns bei Ewa Ernst-Dziedzic, die sich bereit erklärt hat, die Petition einzubringen. Auch wenn wir befürchten, dass eine Änderung des Gesetzes für die beiden Gebäude in Gänserndorf zu spät kommt. Das Rabbinerhaus hat schon lange ein Problem mit Schimmelbefall. Trotzdem bleiben die Fenster konsequent geschlossen und die Pilze wuchern. Die Synagoge, die nie ein Feuchtigkeitsproblem hatte, wird mit offenen Fenstern seit dem Sommer 2018 jeglicher Witterung ausgesetzt. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Gebäude nicht mehr zu retten sind. Das Verfahren wird schon viel zu lange verschleppt und die Zeit arbeitet gegen uns“, sagt Kainz. Ernst-Dziedzic wird die Unterschriftensammlung nun persönlich an den Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka überreichen.

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