"Rundumadum"
Hero macht Zistersdorf ein Geschenk

Künstler „Hero“ mit Vertretern der Jugend Zistersdorf.  Georg Kern, Dominik Schwarz, Larissa Kohzina, Hannah Prohaska, Künstler „Hero“, Nadine Böhm, Philipp Stelzl, Obmann Fabian Dorner.
  • Künstler „Hero“ mit Vertretern der Jugend Zistersdorf. Georg Kern, Dominik Schwarz, Larissa Kohzina, Hannah Prohaska, Künstler „Hero“, Nadine Böhm, Philipp Stelzl, Obmann Fabian Dorner.
  • Foto: Hero
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ZISTERSDORF. Wie feiert man einen runden Geburtstag? Die Einen laden Freunde, Verwandte und Bekannte ein, wiederum Andere verbringen das Fest fernab aller Menschen, damit sie dem Trubel entfliehen können.
Der Zistersdorfer Aktionskünstler Ronald „Hero“ Heberling hat wiederum seine eigene Vorstellungen, wie er seinen im kommenden Sommer bevorstehenden runden Geburtstag in diesem Jahr zelebrieren möchte. Er will zu diesem Anlass der Jugend, der Bevölkerung und „seiner“ Stadtgemeinde Zistersdorf ein besonderes Geschenk machen. Dabei hilft der Verein „Jugend Zistersdorf“ unter der Leitung des Obmannes Fabian Dorner ihm bei der Verwirklichung seiner Intentionen im Rahmen des kommenden Zistersdorfer Stadtfestes „Rundumadum“ am 21. Juni 2019, ab 16 Uhr.

Kunst-Bausteinaktion

Denn dort wird die Jugend Zistersdorf – zeitlich limitiert am Tag des Stadtfestes - vor dem Atelier des Künstlers gegenüber dem Gemeindeamt Fragmente seines – im Foto abgebildeten - Werkes „Anschluss“ (2018) in einer „Bausteinaktion“ zum Kauf anbieten. Es werden Ortsbevölkerung und Gäste während des „Rundumadum“ Gelegenheit haben, Unikate des Künstlers erwerben zu können – zu einem günstigeren Preis, als diese zu einem späteren Zeitpunkt erhältlich sein werden. Allesamt nummeriert – und vom Künstler handsigniert.
Darüber hinaus: 20% der Einnahmen erhält die Jugend, die verbleibenden 80% gehen ungekürzt an die Stadtgemeinde. Der Künstler, der alle Kosten des Drucks übernimmt, geht an diesem Verkaufstag vollkommen leer aus!

Somit möchte der Künstler der Stadt ein Geschenk machen, um der Sanierung des Stadttores und der Stiegenanlage einen Mehrwert zu verleihen, der Jugend möchte er - als „Dankeschön“ für ihr Engagement – die Möglichkeit geben, im Rahmen dieser Aktion Geld für notwenige Investitionen zu verdienen und der Bevölkerung und den Besuchern des Stadtfestes möchte er die Gelegenheit bieten, ein einzigartiges Kunstwerk Unikat zu einem Schnäppchenpreis zu erwerben und zeitgleich an einem Gemeinschaftsprojekt der Stadtverschönerung aktiv teilzunehmen.

Sollten nach dem "Rundumadum-Fest" Kunstwerk Fragmente übrigbleiben, so gehen diese an den Künstler zurück – zu seiner eigenen Verwendung, wobei – so der Künstler – der Verkaufspreis danach „sicherlich ein Vielfaches davon betragen wird, als dies im Rahmen des Rundumadum möglich ist“.

Wie ist diese Idee zustande gekommen?

Beim „Rundumadum“ im vergangenen Juni 2018 hat Heberling zum „Gedenkjahr 1918 – 1938 – 1948 – 1968 – 2018“ ein riesengroßes Ölgemälde mit dem Titel „Anschluss“ auf historischem Leinen (teile davon Zeltleinen aus dem 2. Weltkrieg) bei viel Publikumsinteresse vor seinem Atelier in der Hauptstraße geschaffen.
Seine Erklärung zum Titel des Werkes: „Zum Zeitpunkt des sogenannten Anschlusses 1938 war die im Jahr 1918 gegründete Republik Österreich gerade einmal 20 Jahr alt; also sozusagen ein noch blutjunges und schutzloses Mädchen, das plötzlich von den Grauen der Gewalt und dem Ungetüm der Zerstörung durch den Krieg – hier von mir als riesiges, braunes und feuerspeiendes Monster dargestellt - ergriffen wurde.“
Die gelbe Ente unter dem Torbogen stellt den wieder eingekehrten Frieden dar - aber welche Gefahren lauern da möglicherweise auf die Generationen der Zukunft von Innen oder von Aussen?

Dieses Kunstwerk wird nun am ersten Samstag im Monat Juni von der Jugend Zistersdorf in Kooperation mit "Hero" in kleine Stücke filetiert, die einzelnen Stückwerke werden auf eine limitierte Anzahl von Reproduktionen der Federzeichnung des Künstlers „Stadttor Zistersdorf“ affichiert. Dabei wird jedes Stück vom Künstler nummeriert, handsigniert und in einem separaten Plan wird man zusätzlich erkennen können, aus welchem Bereich des ursprünglichen Kunstwerks mit einem Durchmesser von immerhin 3 Metern der „Baustein“ entstammt, den man nun erworben hat.

Heberling dazu: „Das gesamte Projekt ist als wunderschöne Metamorphose zu betrachten. Denn aus einem alten Leinen aus den Zeiten des zweiten Krieges habe ich ein Kunstwerk zu diesem Thema gemacht. Dieses wird nun zerstört, die Einzelstücke verkauft und mit den Erlösen der im Rahmen des „Rundumadum“ verkauften Teile wird dies wiederum in infrastrukturelle Entwicklungen, Renovierungen und Projekte unserer Neuzeit und zugunsten nächster Generationen verwandelt. Ein schöner Gedanke.“
Laufende Updates zu diesem sicherlich größten gemeinschaftlichen Kunstprojekt der heurigen Saison gibt es für Interessenten auf: www.hero.ac

Autor:

Thomas Pfeiffer aus Gänserndorf

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