March-Thaya-Zentrum
Hohenaus Tor zur Au wurde eröffnet - Blick in die Welt der tanzenden Drachen

Symbolisches Bandverbinden statt Banddurchschneiden: Bürgermeister Wolfgang Gaida, Christine Lechner (NÖ Regional), Landtagspräsident Karl Wilfing, Landtagspräsidentin Karin Renner und Landtagsabgeordneter René Lobner.
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  • Symbolisches Bandverbinden statt Banddurchschneiden: Bürgermeister Wolfgang Gaida, Christine Lechner (NÖ Regional), Landtagspräsident Karl Wilfing, Landtagspräsidentin Karin Renner und Landtagsabgeordneter René Lobner.
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HOHENAU. Frage an jene, die behaupten, eh schon alles über die March-Thaya-Auen zu wissen: Schon mal was von der Unterwasserdisco der kleinen Wasserdrachen gehört?
Das Hohenauer March-Thaya-Zentrum, das heute offiziell eröffnet wurde, dient als erste Anlaufstelle für jene, die diesen speziellen Naturraum kennenlernen möchten. Das Ökozentrum vermittelt Wissen über Natur und Naturschutz und beherbergt die Dauerausstellung „Schau, die Au! Willkommen im Abenteuer March-Thaya-Auen“. Entlang einer Bodenkarte mit dem Verlauf von March und Thaya, begleitet von Vogelstimmen und Froschkonzerten gelangt man zu Stationen wie der Messlatte für Hochwässer oder dem „Auwald“ aus Drehscheiben.
Das March-Thaya-Zentrum dient zudem als Ausgangspunkt für Naturtourismus in eine der bedeutendsten zusammenhängenden Aulandschaften Mitteleuropas. Landtagspräsident Karl Wilfing eröffnete das Zentrum mit den Worten: „Natur erleben und intakte Natur genießen sind wichtige Motive für Regional- und Tourismusentwicklung. Das Erleben und Verstehen von Natur soll in dieser Ausstellung im Mittelpunkt stehen.“

Von hier aus hinausgehen

Und Ute Nüsken, Naturvermittlerin vom Verein Auring, ergänzte: "Über die Au zu lesen ist gut, aber viel wichtiger ist das Erlebnis. Das Zentrum soll die Menschen anregen, in die Natur hinauszuschauen."
Von Hohenaus neuem "Tor zur Au" kann der Besucher direkt in die Aulandschaft gehen oder fahren. Hier werden Workshops angeboten, von hier werden Exkursionen starten, der Besucher hat aber auch die Möglichkeit, auf eigene Faust die Region zu erkunden, beispielsweise mit dem Roller. "Wir starten demnächst mit dem Rollerverleih, später ist auch Radverleih geplant, wir werden auch verschiedene Packages schnüren", informiert Bürgermeister Wolfgang Gaida.
Das Angebot soll langsam und der Nachfrage entsprechend wachsen, ebenso wie die "Au im Ortskern" langsam wachsen wird. Denn das Gebäude - übrigens in Holzbauweise errichtet und mit Erdwärme klimatisiert - steht mitten im ehemaligen Hohenauer Park, der in den nächsten Jahren in mehreren Etappen neu gestaltet und in Anlehnung an die nur einen Kilometer vom Ortsrand entfernte Aulandschaft bepflanzt werden soll.
Und wie ist das nun mit den Wasserdrachen? Ute Nüsken stellte bei der Eröffnung sehr anschaulich einen der vielen Überlebenskünstler der Au, den Donau-Kammmolch, vor. Während der Balzzeit tanzen die Männchen unter Wasser um die Molch-Damen ihres Herzens und versuchen mit Breakdance Einlagen - inklusive Handstand und Schwanzwedeln - zu überzeugen.

Naturvermittlerin Ute Nüsken vermittelte anschaulich den Balztanz der Donau-Kammmolche.
  • Naturvermittlerin Ute Nüsken vermittelte anschaulich den Balztanz der Donau-Kammmolche.
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EU-Projekt

Biotoppflege, Umweltbildung und Naturtourismus entlang der March sind die zentralen Anliegen des Interreg Projektes (ein EU-Strukturprojet) „3E-Morave Nature“ zwischen Österreich und der Slowakei. Dafür werden fünf Ökozentren in Österreich und der Slowakei errichtet, eines davon ist jenes in Hohenau.
Biodiversität und Ökosysteme entlang des Alpenkarpartenkorridors und der March sollen im Rahmen dieses Projekt geschützt werden. Entwickelt wurde das Projekt bottom-up von 10 österreichischen und slowakischen Gemeinden, regionalen Organisationen und NGOs. Leadpartner ist die Stadt Stupava. Weitere Partner sind der Verein March.Raum mit dem Storchenhaus Marchegg, die NGOs Broz und das WUK, Weinviertel Tourismus, Devinska Nova Ves, die Stadt Gbely und der Landkreis Trnava. Die Marktgemeinde Hohenau an der March ist mit großem Engagement als Partner für das March-Thaya-Zentrum verantwortlich.

Die NÖ.Regional ist österreichischer Hauptpartner. Eine der Hauptaufgaben der NÖ.Regional im Projekt war die Schaffung der Ausstellung über die Welt der Marchauen im trilateralen Ramsarschutzgebiet und seiner einzigartigen Tier-und Pflanzenwelt. Die Projektlaufzeit erstreckt sich über drei Jahre. Die Gesamtprojektkosten betragen 2,7 Mio Euro, wobei 2,3 Mio Euro aus EFRE Förderungen fließen.

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