Schloss Hof: Erfolg für CSI Kaskade

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SCHLOSS HOF. Ein Druck auf den roten Button, ein paar Sekunden des Wartens und das Wasser plätschert über die große Kaskade auf der sechsten Gartenterrasse von Schloss Hof, im Hintergrund das Schloss selbst, darüber strahlend blauer Himmel. Die Inszenierung hätte perfekter nicht sein können. Gestern, Mittwoch wurde der rekonstruierte Brunnen, das Prunkstück der barocken Gartenanlage des Marchfeldschloses, feierlich eröffnet.
Dabei war es keineswegs von Anfang an sicher, ob die Kaskade, in Größe und Kunstfertigkeit nur mit Versailles vergleichbar, jemals in dieser Form fertiggestellt werden würde.
"Unsere Arbeit kann man unter dem Schlagwort CSI Kaskade zusammenfassen", berichtet Restauratorin Susanne Beseler. 600 Teile, die in der Stützmauer der Terrasse gefunden und daraus geborgen wurden, mussten akribisch mittels Hand, historischer Spurensuche und digitaler 3D-Modellierung  Stück für Stück zusammengeführt werden.
Im November 2014 begannen die Planungen und im Juli 2016 starteten die Arbeiten. Insgesamt verteilen sich 600 Quadratmeter Wasseroberfläche auf zwei Becken und einen vierstufigen Wasserfall über viereinhalb Höhenmeter. Fur die Wasserspiele werden in einer Stunde rund 200 Kubikmeter Wasser bewegt. Das Wasseraufbereitungssystem ist besonders energie- und kostensparend. Zwei unabhängige Filtersysteme mit mikrobiologischer Wasseraufbereitung ermöglichen den kompletten Verzicht auf Chemie.

Zur Vorgeschichte der Großen Kaskade

Die in den 1730er Jahren errichtete Große Kaskade wurde gegen 1843 aufgrund baulichem Verfall und fehlender Dichtheit demontiert – aus dem großen Teil des Steinmaterials wurde direkt am Ort eine Stützmauer errichtet. Diese blieb über 150 Jahre bestehen. Im Jahr 2014 wurde die Mauer sorgfältig untersucht und in Folge dessen, wurde ein Großteil der sogenannten Spolien (baulichen Überreste des Brunnens) entdeckt, die wertvolle Erkenntnisse für den Wiederaufbau und die Rekonstruktion boten. Somit wurde im Zuge der Wiederherstellung der Brunnenanlage seitens der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. (SKB) und dem Bundesdenkmalamt beschlossen, die Mauer sorgfältig abzutragen.

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