Spritspar-Challenge im Bezirk Gänserndorf: Zwei Redakteurinnen geben Gas

On the road im Weinviertel: die Redakteurinnen Ulli Potmesil und Marion Gantner-Schirato.
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  • On the road im Weinviertel: die Redakteurinnen Ulli Potmesil und Marion Gantner-Schirato.
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BEZIRK GÄNSERNDORF. SDas Motto der Woche lautet Spritsparen. Die Bezirksblätter testen, wie viel Treibstoff mit vorausschauender Fahrweise einzusparen ist, zwei Redakteurinnen on the road. Die Challenge: Beide Damen fahren mit dem selben Auto jeweils 150 Kilometer durch den Bezirk, eine Testfahrerin fährt spritsparend und berücksichtigt die Tipps des ÖAMTC, die zweite fährt wie immer - sportlich.
Testauto ist der Citroen C4 der Redaktionsleiterin Ulli, die den Part der Spritsparerin übernimmt. Der ist mit 5,2 Litern Diesel Durchschnittsverbrauch eh schon sehr budgetschonend. Ob da mit den Spritspartipps echt noch mehr drin ist?
Also auf die Straße und los. Unsere Tour führt uns von Gänserndorf bis Engelhartstetten, dann direttissima in den Norden nach Hohenau und über Hauskirchen und Bad Pirwarth retour.
Nur damit das klar ist: Die Challenge ist kein Vergnügen, sie ist harte Arbeit und erfordert einiges an Konzentration. Das beginnt schon an der Ortsausfahrt, Redakteurin Ulli steigt aufs Gaspedal. Ach ja, möglichst früh hochschalten. Na gut. Fuß vor der Ortschaft vorausschauend vom Gas nehmen, rollen, untertourig durch den Ort zuckeln. Zudem machen Ulli und Beifahrerin Marion eine Schwitzkur, denn Klimaanlage ist nicht, wenn man Sprit sparen will. Fenster öffnen ist auch verboten, denn der Luftwiderstand führt zu Mehrverbrauch. In Bad Pirawarth ist die Betriebstemperatur des Teams schon ziemlich überschritten, aber auch die letzte Spar-Etappe wird brav absolviert.

Mit dem Bleifuß unterwegs

Ein paar Tage später geht's auf zu Tour No. 2. Die rasante Marion ist am Steuer. Der Hinweis "fahr wie immer, du kannst ruhig aufs Gas steigen", genügt. Marions sportlicher Fahrstil ließe jeden Rennfahrer vor Neid erblassen. (Selbstverständlich unter Einhaltung aller geltenden Verkehrsregeln, Anm.). Wir sind deutlich schneller von unserem Roadtrip to the North and East zurück als mit gently Ulli am Steuer, auch viel cooler, denn die Klimaanlage läuft auf Hochtouren.

Unser Fazit

Vorausschauend fahren lohnt sich allemal und den einen oder anderen Tipp des ÖAMTC werden wir in unseren Alltag sicher einfließen lassen. Auf die Klimananlage werden wir allerdings auch in Zukunft nicht verzichten.

Die Spritspar-Tipps

• Nach dem Start sofort losfahren
• Im kalten Zustand braucht jeder Motor mehr Kraftstoff. Den Motor daher schonend auf Betriebstemperatur warm fahren.
• Vorausschauend und möglichst konstant fahren
• Wer genügend Abstand zum Vordermann hält, ist sicherer unterwegs und kann Geschwindigkeitsunterschiede eleganter ausgleichen. Rollphasen können besser genutzt sowie der Verschleiß der Bremsen minimiert werden. Häufiges Bremsen vermeiden - mehr rollen.
• Beschleunigungsphasen nur so lang wie erforderlich
• Man sollte den Mut haben, Gas zu geben. Ein Fahrzeug zu beschleunigen kostet mehr Kraftstoff. Daher sollte man so rasch wie möglich auf die gewünschte Reisegeschwindigkeit kommen. Bei konstanter Fahrt verbraucht das Fahrzeug weniger Sprit.
• Vermeiden Sie unnötige Schaltvorgänge, Gänge, wenn möglich, überspringen
• Das Motto lautet: "Früh hoch, spät runter schalten". Das Fahrzeug hat für jeden Betriebszustand, beladen oder unbeladen, mit und ohne Anhänger, bergauf und bergab, den passenden Gang. Beim Beschleunigen ist der Gang zu wählen, der den Drehmomentbereich des Fahrzeuges am Besten ausnutzt. Diesen Bereich erfährt man aus der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges bzw. vom Fahrzeughersteller.
• Im höchstmöglichen Gang fahren
• Unnötig hohe Drehzahlen vermeiden, denn diese kosten Sprit und erhöhen den Verschleiß. Man sollte mit möglichst niedriger Drehzahl fahren. Bei sehr vielen Fahrzeugen ist im Ortsgebiet der höchste Gang möglich! Das senkt den Verbrauch und mindert die Lärmbelastung.
• Rollphasen nutzen
• Wenn das Fahrzeug im Schubbetrieb rollt, benötigt es keinen Kraftstoff. Durch konsequentes Ausnutzen von Rollphasen spart man am meisten Sprit und schont die Bremsen des Fahrzeuges.
• Umso höher der Gang, desto länger die Rollphase, umso niedriger der Gang, desto größer die Motorbremswirkung.
• Auf Freilandstraßen kann man bis zu 500 m vor dem Ortsgebiet bereits den Fuß vom Gas geben, um die im Ortsgebiet erlaubte Höchstgeschwindigkeit ohne unnötiges Bremsen zu erreichen. Durch vorausschauende Fahrweise kann man Rollphasen auch im Ortsgebiet, zum Beispiel vor roten Ampeln, optimal nutzen. Dabei sollte man weder zum Verkehrshindernis werden noch die Flüssigkeit des Verkehrs durch zu langes und langsames Rollen behindern.
• Im Stand Motor abschalten
• Bei Stillständen den Motor ausschalten. Bei kurzen Wartezeiten ist zu bedenken, dass jeder Startvorgang Verschleiß an Motor, Starter und Batterie hervorruft. Wenn man nach vielen Startvorgängen eine neue Batterie kaufen muss, wird dieser Kauf mehr Kosten verursachen, als man sich möglicherweise erspart hat. Wenn man z. B. am Bahnübergang länger im Auto warten muss, sollte man den Motor abstellen. Ein Laufen am Stand verbraucht sinnlos Kraftstoff und belastet die Umwelt. Bevor man längere Zeit im Stau steht, kann man auch andere Fahrzeiten oder Strecken einplanen oder die nächste Raststation anfahren und den Stau abwarten.

Klimaanlage, Reifendruck & Co.

• Klimaanlagen, Sitzheizungen und Standheizungen sollte man einschalten, wenn es das Wohlbefinden während der Fahrt verlangt. Man sollte die Geräte ausschalten, wenn man diese Einrichtungen nicht benötigt. Diese Einrichtungen sind Sicherheitsfaktoren, denn wenn es einem Lenker gut geht, ist er konzentrierter und somit sicherer unterwegs.
• Tempomat sinnvoll einsetzen: Wenn ein Fahrzeug einen Tempomat hat, sollte dieser zum gleichmäßigen Fahren genutzt werden. Der Tempomat hat die Aufgabe, die Geschwindigkeit konstant zu halten. Vorsicht jedoch auf Bergetappen oder hügeligen Straßen, hier kostet der Tempomat unnötig Kraftstoff. Verwenden sollte man diese Einrichtung zum Beispiel auf der Autobahn oder ebenen Straßen.
• Den Reifendruck sollte man öfters kontrollieren. Zu geringer Druck lässt den Reifen schneller verschleißen und treibt den Spritverbrauch in die Höhe. Besonders bei beladenen Fahrzeugen, zum Beispiel vor der Urlaubsfahrt, sollte man den Reifendruck gemäß den Herstellerangaben anpassen. Wird der Reifendruck des Herstellers eingehalten, werden Rollphasen besser genutzt und Kraftstoff gespart!
• Keine unnötigen Lasten spazieren führen: Sprit spart, wer ab und zu das Auto entrümpelt und zum Beispiel die Schneeketten im Sommer und sonstiges unnötiges Gewicht aus dem Kofferraum entfernt. Bei der Bereifung ist zu bedenken, dass unnötig breite Reifen Gewicht und Rollwiderstand und damit den Verbrauch erhöhen.

Autor:

Ulrike Potmesil aus Gänserndorf

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