Start der Impfungen
Stich für Stich gegen Covid geschützt

Lukas Koppensteiner, ärztlicher Direktor des Landesklinikum Hainburg.
  • Lukas Koppensteiner, ärztlicher Direktor des Landesklinikum Hainburg.
  • Foto: LK Hainburg
  • hochgeladen von Ulrike Potmesil

BEZIRK GÄNSERNDORF/BRUCK. Von vielen ersehnt, von manchen abgelehnt: Der Corona-Impfstoff wird seit Ende 2020 in Österreich verabreicht. Begonnen wurde mit jenen Menschen, die das höchste Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs haben: die älteren, pflegebedürftigen. Der Arzt Michael Satke impfte am 28. Dezember die ersten Bewohner im Pflegezentrum Zistersdorf. Direktor-Stellvertreter Christoph Schneider: "Erfreulicherweise wurde unser Haus bereits bei der Auslieferung der ersten Impfstoffe berücksichtigt." „Ich habe keine Beschwerden, nur leichte Schmerzen an der Einstichstelle – ich bin froh, dass ich schon dabei sein durfte“, heißt es von bereits geimpften Bewohner.
Im Gänserndorfer Barbaraheim sind alle, die eine Impfung wünschen, bereits durchgeimpft. "Die ersten waren im Dezember dran, vergangenen Freitag wurde der Rest der Bewohner und Mitarbeiter geimpft", informiert Pflegezentrum-Leiter Norbert Baran, der sich auch selbst impfen ließ. Wie auch in Zistersdorf, gab es in Gänserndorf keine Komplikationen.

Intensiv geprüft

Auch in Niederösterreichs Spitälern wurden die ersten Mitarbeiter geimpft. Primarius Lukas Koppensteiner, ärztlicher Direktor des Landesklinikum Hainburg, spricht sich klar dafür aus: "Es gibt keinen Plan B."
Koppensteiner hat Verständnis für Bedenken seiner Patienten, versichert jedoch: "Es gibt kaum Impfstoffe, die ähnlich umfassend geprüft wurden. Im Jänner 2020, drei Tage nach Veröffentlichung des Sars-CoV-2-Genoms, war die Formel für den ersten Impfstoff fertig."
In Österreich zugelassen und derzeit verwendet wird ein mRNA-Impfstoff: In ihm ist der Bauplan der Oberflächenproteine des Virus, nicht aber das krankheitserregende Virus enthalten. Als Reaktion darauf stellen Körperzellen dieses Protein her, gegen das der Körper eine Immunreaktion entwickelt und bei einer Infektion das gesamte Virus eliminieren kann. Die mRNA dringt nicht in den Zellkern und damit auch nicht in das Erbgut des Menschen ein.

Hochwirksam mit fünffachem Antikörperwert

Wie auch in oben genannten Pflegeheimen, gab es bisher in Hainburg keine unerwünschten Impfreaktionen wie grippeähnliche Symptome oder Fieber. Und Koppensteiner berichtet weiter Erfreuliches: "Der Impfstoff ist mit 94 Prozent Schutz hochwirksam, die nachweisbaren Antikörper haben einen bis zu fünffach höheren Wert als bei Patienten, die die Infektion hatten." Daher gilt in Österreich aktuell die Empfehlung für bereits Genesene, sich nach drei bis sechs Monaten impfen zu lassen.
Das Maskentragen bleibt Geimpften allerdings nicht erspart, denn: Ob die Impfung auch vor Übertragung des Coronavirus schützt, ist noch nicht ausreichend erforscht.

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