Fluss Serie
Zurück zur Natur - Die Renaturierung der March

Durch die Renaturierung der March entstand neuer Lebensraum für gefährdete Arten.
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  • Durch die Renaturierung der March entstand neuer Lebensraum für gefährdete Arten.
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Vom Steinkanal zurück zur Natur: So das Motto dieses Teils unserer achtwöchigen Fluss-Serie über die March im Bezirk Gänserndorf. Wann und wo sie renaturiert wurde und was dies überhaupt bedeutet erfährst du hier im Artikel...

BEZIRK GÄNSERNDORF. Mit ihren Auwäldern und -wiesen zählt die March heute zu den wertvollstenNaturjuwelen des Landes und ist Lebensraum von mehr als 90 in Österreich gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Mehrere von ihnen haben in den March-Auen ihre europaweit wichtigsten Vorkommen, wie etwa der Rot- und Schwarz-Milan, der Seeadler, die Hügelnelke oder auch der Urzeitkrebs.

Zurück zum Ursprung

Im Zuge des LIFE+ Projekts „Renaturierung Untere March-Auen“ wurden seit dem Jahr 2017 Schritt für Schritt gewässerökologische Verbesserungen und Renaturierungen entlang des österreichisch-slowakischen Grenzflusses durchgeführt. Schädliche Regulierungen wurden zurückgebaut und Bachmündungen naturnah umgestaltet. Einst trockengelegte Seitenarme führen heute wieder reichlich Wasser. Insgesamt entstanden bei der Renaturierungsaktion sieben Kilometer neu durchströmte Fließgewässer.  Die so entstandenen naturnahen Lebensräume wurden rasch von der typischen Flora und Fauna angenommen. 

„Die March ist ein einzigartiges Fluss- und Ökosystem, das durch die im Projekt umgesetzten Maßnahmen nun für weitere Generationen gesichert ist. viadonau zeigt gemeinsam mit den Projektpartnern einmal mehr, wie wichtig es ist, Flüssen wieder Raum für freie Entfaltung zu geben, um neue Lebensräume zu schaffen und die Artenvielfalt zu stärken“, erklärt Franz Steiner, Projektleiter des Renaturierungspropjekts bei viadonau.

Fische laichen wieder in Seitenarmen

Die neuen Nebenarme und Flussinseln bieten nicht nur der Flussmuschel oder dem gewöhnlichen Schlammling wertvollen Lebensraum, sondern verbessern auch die Wasserversorgung der Au – besonders wichtig in Jahren mit trockenen Sommern. Insekten finden offene Sandböden und
Insektenjäger wiederum, wie der Wiedehopf oder der Neuntöter, reichlich Nahrung.  Landesfischermeister des NÖ Landesfischereiverbands Karl Gravogl freut sich ebenfalls über
die Erfolge des Projekts: „Mit der Wiederanbindung der Seitenarme an die March können die Fische wieder vom Hauptfluss in die Nebenarme zum Laichen wandern. Das schafft wieder mehr natürlichen Lebensraum und stärkt die Fischpopulation. Das kommt letztendlich nicht nur den Fischen, sondern auch der Gesamtbevölkerung und den Fischern zugute.“ 

Über das Projekt

Die March ist der einzige naturnahe Tieflandfluss pannonischer Prägung in Österreich. Prägend für die Wiesen und Auwälder sind die regelmäßigen Überschwemmungen. Die Regulierungs- und Intensivierungsmaßnahmen im vergangenen Jahrhundert haben den Zustand des Flusses stark verschlechtert: alle Nebenarme wurden abgeschnitten, der Flusslauf begradigt und so um 14
Kilometer verkürzt. 75 Prozent der Ufer sind mit Wasserbausteinen hart verbaut. Im Zuge des von der EU geförderten Projekts „Renaturierung Untere March-Auen“ wurden insgesamt 3,5 Millionen Euro investiert, um neuen Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schaffen. Ziel des Projekts war die weitreichende Wiederherstellung einer naturnahen Flussdynamik in den Unteren March-Auen, die Extensivierung der Bewirtschaftung sowie gezielte Maßnahmen der Bestandssicherung für gefährdete Arten. Das LIFE+ Projekt war ein gemeinsames Vorhaben von viadonau, WWF und NÖ Landesfischereiverband.

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