Kommentar: Warum Quotenfrauen die besseren Chefs sein müssen

Weit haben sie sich nicht vom Neandertaler weiterentwickelt, die Männer. Manche Männer. Denn nicht wenige vertreten noch die Meinung, es sei genetisch bedingt, dass Frauen für die Familie sorgen, während Männer in der freien Wildbahn jagen - pardon - arbeiten.

Damit versuchen sie die Tatsache zu rechtfertigen, dass auch nach Jahrzehnten der feministischen Revolution die Mehrheit der Chefetagen männlich besetzt ist. Seit Jahrtausenden ist der Mann dominanter, mutiger, rationaler, entscheidungsstärker...

20 Prozent der Führungspositionen in Österreich sind weiblich besetzt

Soviel zum verzweifelten Erklärungsversuch jener, die die Biologie bemühen müssen, um ihre unbewussten Ängste vor starken Frauen zu verbergen. Doch krude Theorien hin oder her, die Fakten sind unerfreulich. Knapp 20 Prozent der Führungspositionen in Österreich sind weiblich besetzt, Niederösterreich ist mit einem unbefriedigenden 9,7-Prozent-Frauenanteil das Bundesland mit den meisten Bürgermeisterinnen. Von der ab 2018 verpflichtenden 30-prozentigen Frauenquote in Österreichs Aufsichtsräten ist man meilenweit entfernt.

Quote: Unbeliebt, aber erfolgreich

Die bei beiden Geschlechtern unbeliebte Frauenquote mag zwar nicht die Universallösung gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Probleme sein, aber einen Erfolg bringt sie allemal: mehr weibliche Führungskräfte. Und männlichen Kritikern sei gesagt: Die Quote bedeutet keinen Freifahrtschein für minderqualifizierte Weibchen. Quotenfrauen leisten wie die meisten Damen in Führungsebenen deutlich mehr als ihre männlichen Pendants. Denn sie müssen den Kollegen und sich selbst täglich beweisen was sie sind: dominant, mutig, rational, entscheidungsstark.

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