Mit Couchsurfing die Welt bereisen

BEZIRK (tr). Verreisen, neue Orte kennenlernen, neue Erfahrungen machen - gerade im Sommer ist bei jungen Leuten die Abenteuerlust groß. Allerdings scheitern große Pläne oder müssen kleineren weichen, weil es an einer essenziellen Ressource mangelt: Geld. Schüler und Studenten haben im Sommer zwar viel Zeit, oft bleibt aber vom Ferialjob oder Praktikum zu wenig übrig, um den Traum von der großen Reise zu verwirklichen. Allerdings gibt es für junge, abenteuerlustige Leute eine Alternative zu Hotel oder Appartement: Couchsurfing. Hierbei handelt es sich um eine Internetplattform, über die Unterkünfte (Zimmer, Betten oder Wohnungen) kostenlos auf der ganzen Welt verteilt werden. Wenn man sich auf dieser Plattform registriert, kann man freiwillig die eigene Couch für Reisende zur Verfügung stellen oder im Ausland „surfen“ gehen und bei fremden Leuten auf der Couch schlafen. Die Plattform wurde bereits 2004 gegründet und hat heute 14 Millionen Mitglieder in über 200.000 Städten. Auch im Bezirk Gänserndorf erfährt die Plattform und diese Art zu reisen immer größerer Beliebtheit. Das lässt sich auch leicht erklären, denn die Vorteile liegen auf der Hand. Erstens einmal: es ist gratis - es ist den Gastgebern sogar verboten, Geld zu verlangen und den Gästen, welches zu geben. Zweitens, man lernt auf einfache und unkomplizierte Art neue Leute kennen. Und drittens, man lernt fremde Länder aus einer ganz anderen Perspektive kennen, abgesehen von den üblichen Touristenpfaden. Niedersulzerin und Couchsurferin Lea Linhart hat nur positive Erfahrungen mit der Plattform gemacht. Sie hat Norwegen und Istanbul via Couchsurfing bereist und einmal zwei Türken bei sich übernachten lassen: „In allen Situationen waren die Leute sehr hilfsbereit und zuvorkommend. Auch die Gäste benahmen sich freundlich und unkompliziert. Man ist doch irgendwie auf der selben "Wellenlänge", wenn man sich auf einer Plattform wie dieser registriert und sie nutzt.“ Nachteile gibt es aber natürlich trotzdem. Der Komfort kann nicht garantiert werden und man braucht auch eine gewisse Portion Mut und Vertrauen, denn man übernachtet ja trotzdem bei völlig Fremden. Um das ganze so sicher wie möglich zu machen, gibt es auf der Plattform ein eigenes Nachrichtensystem, mit dem man die Mitglieder kennenlernen und herausfinden kann, ob sie eine verifizierte Adresse und Handnummer haben und alle Mitglieder haben detaillierte Profile und Referenzen von Gästen über sich auf der Plattform. Außerdem gibt es ein eigenes Support-Team für Mitgliedersicherheit. „Ohne Grundvertrauen gehts natürlich nicht! Ich bin wohl auch ein sehr toleranter Mensch und gehe davon aus, dass wenn ich positiv auf Menschen zugehe und ihnen nichts anhabe, mir auch so gegenüber getreten wird.“, meint Lea dazu.

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