Agrana
Der Rettungsplan für die Leopoldsdorfer Zuckerfabrik

Die Zuckerfabrik Leopoldsdorf soll gerettet werden.
  • Die Zuckerfabrik Leopoldsdorf soll gerettet werden.
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  • hochgeladen von Ulrike Potmesil

LEOPOLDSDORF. Seit Wochen ist die drohende Schließung der Zuckerfabrik Leopoldsdorf im im Gespräch. Das Szenario wäre ein schwerer Schlag für die Mitarbeiter und die Gemeinde, die Kommunalsteuer vom Industriebetrieb bezieht. Die Fabrik ist nicht nur Arbeitgeber für 150 Personen, sie belebt die gesamte regionale Wirtschaft und sie schafft Lehrstellen. Derzeit sind zwölf Lehrlinge bei der Agrana in Leopoldsdorf  in den Lehrberufen „Metalltechniker“ und Elektrotechniker beschäftigt.
Im August teilte der Agrana-Vorstand mit, die Zukunft des Standorts hänge von der Menge der angebauten Rüben ab. 38.000 Hektar Rübenfläche wären für den Fortbestand der zweiten österreichischen Fabrik - neben Tulln - notwendig. Nun unterzeichneten Ministerium, Kammer, Agrana und Rübenbauern einen "Zuckerpakt". Er sieht eine Wiederanbauprämie in Höhe von 250 Euro pro Hektar Schadfläche vor, finanziert von Bund und den Bundesländern. Weiters übernimmt die Agrana die Kosten für das Saatgut beim Wiederanbau.

Kette an Problemen mit der Rübe

Bezirksbauernkammer-Obmann Manfred Zörnpfenning informiert: "Vor Jahren hatten wir noch im Bezirk 8000 Hektar Anbaufläche, heuer 3.300 Hektar." In ganz Österreich sind es nur mehr 26.300 Hektar, im Vorjahr waren es 28.000, 2017 sogar noch über 40.000 Hektar. Mehrere Gründe sind für den Rückgang des Rübenanbaus verantwortlich, informiert Zörnpfenning: "Der Einbruch des Zuckermarktes durch das Aufheben der Zuckermarktordnung, das Verbot von Herbiziden und ein seit einigen Jahren invasiv auftretender Schädling: Der Rübenrüsselkäfer."

Positives Signal für Bauern

Landwirtschaftskammer NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager: „Das ist ein positives Signal für unsere Bäuerinnen und Bauern und ein wichtiger Schritt, um die Zuckerrübenflächen wieder zu erhöhen und die Eigenversorgung mit heimischem Zucker abzusichern.“
„Die Prämie gewährleistet, dass die Entschädigung zielgerichtet bei jenen Bäuerinnen und Bauern ankommt, die in den letzten Jahren durch das massiv erhöhte Schädlingsauftreten erschwerte Bedingungen für den Rübenanbau hatten. Es geht um die Risikoabsicherung der heimischen Betriebe im Falle von Ernteausfällen und die Absicherung der Eigenversorgung mit Zucker aus Österreich“, so Schmuckenschlager.

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