Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Gänserndorf steigt um 2 Prozent

Alfred Walbert ist der Leiter des AMS Gänserndorf.
  • Alfred Walbert ist der Leiter des AMS Gänserndorf.
  • Foto: Ederer
  • hochgeladen von Ulrike Potmesil

BEZIRK. Keine Trendwende bei den Arbeitslosenzahlen. Trotz guter konjunktureller Rahmenbedingungen steigt die Arbeitslosigkeit um 2 Prozent. Von einem Konjunkturfrühling kann man jedoch am Stellenmarkt des Bezirkes sprechen. Aktuell sind um 62,8 Prozent mehr Jobs offen als vor einem Jahr. 

Hoch sind auch die Qualifizierungsaktivitäten des AMS Gänserndorf, die um 7 Prozent über dem Vorjahrsniveau liegen.

Ende April waren beim AMS Gänserndorf 4.428 Personen arbeitslos vorgemerkt, das sind um 2,0% mehr als vor einem Jahr. Rechnet man die 792 Arbeitsuchenden dazu, die sich aktuell in Weiterbildung befinden, beträgt die Steigerungsrate sogar 2,8%. Damit ist im Frühjahr im Bezirk keine Trendwende am Arbeitsmarkt in Sicht. Obwohl die Rahmenbedingungen für einen Aufschwung grundsätzlich recht günstig sind. So ist die Beschäftigung im März überdurchschnittlich um 1,8% gestiegen, in Summe zählt Gänserndorf jetzt 41.375 Beschäftigte. Weiters gehen die Zugänge in die Arbeitslosigkeit mit -2,6% merkbar zurück. Dynamisch zeigt sich auch der Stellenmarkt, der mit einem Plus von 115 offenen Stellen (+62,8%) so viele offene Jobs anbietet wie schon lange nicht mehr. Davon profitieren vor allem jüngere Menschen bis 25 Jahre. In dieser Altersgruppe sinkt die Arbeitslosigkeit deutlich um -6,5%. 
Alle diese belebenden Faktoren sind allerdings zu wenig um einen Rückgang der Arbeitslosigkeit zu bewirken. Nach wie vor ist vor allem für Ältere und Arbeitsuchende ohne Qualifikation schwierig wieder Fuß zu fassen. Die zunehmende Segmentierung des Arbeitsmarktes zeigt sich sehr eindringlich in der steigenden Langzeitarbeitslosigkeit. Bereits 1.128 KundInnen des AMS Gänserndorf suchen 12 Monate und länger eine neue Arbeitsstelle. Hier soll die Aktion „20.000“ ansetzen, die zusätzliche Beschäftigung im gemeinnützigen Bereich und damit neue Perspektiven für diese Menschen schaffen soll. Im Sommer bzw. Frühherbst sollten die Rahmenbedingungen für diese Initiative klar sein, sodass wir rechtzeitig mit 1.1.2018 starten können In Gänserndorf sollten damit rund 300 neue Jobs entstehen.

Nach wie vor stehen ältere Arbeitsuchende und erstmals seit einigen Monaten auch wieder ausländische Arbeitskräfte im Brennpunkt der AMS-Vermittlungsbemühungen. Jüngere profitieren von der wirtschaftlichen Belebung ebenso wie – zumindest zum Teil – auch Menschen mit geringerer Qualifikation.

Das Schulungsniveau bleibt hoch; es dominieren fachliche Qualifizierungen, Deutschkurse und natürlich die Angebote für Jugendliche, die keine Lehrstelle gefunden haben, einen Beruf über den Weg der staatlichen Ersatzlehre zu erlernen.

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