Hohe Temperaturen fordern die Wasserversorgung heraus

MARCHFELD. Große Hitze und Trockenheit bestimmen zur Zeit die Wetterlage in weiten Teilen unseres Landes. Damit rückt wieder die Wasserversorgung und die Frage nach den verfügbaren Wasserreserven in den Mittelpunkt des Interesses.

Ein Blick auf die Wetterstatistik zeigt, dass der Bezirk Gänserndorf bei den Niederschlägen im Vergleich zu anderen Landesteilen noch gimpflich davon gekommen ist: die monatlichen Niederschlagswerte weichen hier nicht stark von den langjährigen Mittelwerten der Monatsniederschläge ab. Die Verdunstung ist allerdings aufgrund der hohen Temperaturen deutlich höher, was zu einem verstärkten Wasserbedarf der Vegetation und zu einer rascheren Austrocknung der Böden führt.

Die sommerlichen Grundwasserentnahmen im Marchfeld haben ein Absinken des Grundwasser-spiegels mit sich gebracht. Dazu Wolfgang Neudorfer von der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal: „im Zentralen Marchfeld liegen die Grundwasserstände noch fast 1 m über den tiefsten Grundwasserspiegellagen, die in den 1980-iger und 1990-iger Jahren gemessen worden sind. Vereinzelt ist von Landwirten und Gartenbesitzern aber schon zu hören, dass an exponierten Standorten und bei Brunnen mit geringer Ausbautiefe die Wasserentnahme bereits problematisch ist“.

Ohne ausreichende Bewässerung der landwirtschaftlichen Kulturen kommt es bei den aktuellen Witterungsverhältnissen zu deutlichen Minderträgen bis kompletten Ernteausfällen. Pro ha werden bei einem Beregnungsdurchgang zwischen 300 und 400 m³ Wasser benötigt.

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