Lkw-Lawine aus dem Norden und Osten überrollt Niederösterreich

BEZIRK GÄNSERNDORF. Auf den Autobahnen und Schnellstraßen in Niederösterreich sind immer mehr schwer beladene Transit-Lkw unterwegs, die Waren aus Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Polen nach Österreich oder weiter in ein anderes Land befördern. Das geht aus einer aktuellen Studie der Statistik Austria über die Entwicklung des nationalen und internationalen Straßengüterverkehrs hervor. Untersucht wurde dabei das Transportaufkommen im grenzüberschreitenden Versand von und nach Österreich.

Was auffällt: Seit drei Jahren wächst vor allem der aus Norden heranrollende Lkw-Verkehr überproportional stark. Wurden 2014 aus Tschechien Güter mit einem Volumen von mehr als 3,9 Millionen Tonnen über die Straße nach Österreich geliefert, waren es im Vorjahr schon fast 4,3 Millionen Tonnen. Das ist ein Anstieg um rund zehn Prozent. Hinter Deutschland mit einem Transportaufkommen von 21 Millionen Tonnen und Italien mit 4,4 Millionen Tonnen ist Tschechien das drittgrößte Versandland.

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der Studie entnimmt, wachsen die Transportmengen mit dem noch weiter nördlich gelegenen Polen ebenfalls signifikant. Kamen 2014 mit den Lkw mehr als 1,2 Millionen Tonnen von dort nach Österreich, waren es im Vorjahr schon 1,6 Millionen Tonnen. Das bedeutet ein Plus von fast einem Drittel.

Auch die östlichen Nachbarstaaten Ungarn und die Slowakei sind wichtige Versandländer über die Straße. Wie die Statistik Austria meldet, haben Güterkraftfahrzeuge 2016 aus Ungarn Waren mit einer Gesamtmenge von rund 3,2 Millionen Tonnen nach Österreich geliefert. Und aus der Slowakei rollten im Vorjahr fast 2,1 Millionen Lkw-Tonnen in unser Land.

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