27.11.2017, 16:08 Uhr

Bezirk Gänserndorf: Der Nikolaus soll bleiben

Manuel feiert in Untersiebenbrunn Laternenfest. (Foto: Sonnleitner)

Religiöse Feste an Kindergärten stehen unter Kritik. Mehrheit will an Traditionen festhalten.

BEZIRK (up). Wintermarkt statt Christkindlmarkt, Lichterlfest statt Martinsfeier. Religiöse Bräuche stehen im Zentrum der Kritik. Besonders an Schulen und Kindergärten sorgt das Thema für Aufregung. Wir haben Kindergärten im Bezirk befragt, ob der Nikolaus „Hausverbot“ bekommt oder weiter Geschenke bringen darf.
In Orth halten Pädagoginnen und Kinder gern an den Traditionen fest ob Nikolo, St. Martin oder Weihnachten. "Wir beziehen mittels Elternbrief und in Gesprächen auch die Eltern mit ein. Bei den Feiern geht es darum, Werte wie Wertschätzung und gegenseitige Rücksichtnahme zu vermitteln. Der Nikolo in unserem Kindergarten kommt nicht, um zu tadeln oder Furcht einzuflößen", teilt Kindergartenleiterin Alexandra Lichtenberger mit. Zum einen werden in Orth die Feste im christlichen Jahreskreislauf begangen, zum anderen bindet man auch Familien aus anderen Kulturkreisen ein. "Wir hatten ein Sommerfest mit unterschiedlichen Speisen, die Flaggen der verschiedenen Nationen hängen im Haus und am Nationalfeiertag wird auch die Herkunft von unseren Migrantenkindern thematisiert."
Auch in Palterndorf darf der Nikolo den Kindergarten besuchen: "Der ist super, der bringt Geschenke", freuen sich zwei Knirpse aus der Gemeinde.

Ausländer

Der Heilige Martin wurde im heutigen Szombathely, Ungarn, geboren. Der Nikolaus kommt aus der heutigen Türkei, genauer gesagt aus Myra in der kleinasiatischen Region Lykien. Und Jesus war ein jüdischer Wanderprediger aus dem heutigen Israel.
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