15.12.2017, 15:39 Uhr

Defis im Polizeiauto: Bezirk Gänserndorf wird Pilotregion

General Josef Schmoll, Präsident des Roten Kreuzes Niederösterreich, Oberst Heinrich Kirchner, Johanne Mikl-Leitner,, Reinhard J. Oswald, Geschäftsführer von der OMV Austria, Wolfgang Antos, Geschäftsführer der Rotkreuz-Bezirksstelle Gänserndorf und Landespolizeidirekter Konrad Kogler. (Foto: RKNÖ/Sonja Kellner)
BEZIRK. Zwölf Polizeiautos im Bezirk Gänserndorf werden in Zukunft mit Defibrillatoren ausgestattet. Alle Polizisten im Bezirk Gänserndorf werden nun „im Leben retten“ und damit, „wie man mit Defis umgeht“, geschult, informiert Landeshauptfrau Johanna Mikl Leitner, dass man das Projekt nach einem Jahr evaluieren werde und dann die Ausrollung auf ganz Niederösterreich stattfinden solle.  Mikl-Leitner betont, stolz darauf zu sein, „auf ein ausgezeichnetes Versorgungssystem im Notfall“ bauen zu können. Dass die Einsatzbereitschaft funktioniere, habe die Tragödie in Baumgarten an der March diese Woche erst wieder bewiesen, dass dort „Hand in Hand“ von Feuerwehr, Polizei und Rotem Kreuz gearbeitet worden sei.

„Leben zu retten steht ganz oben auf der Agenda“, betonte die Landeshauptfrau, dass es „wichtig und richtig“ sei, „alles zu tun, um die Ressourcen, die verfügbar sind“, zu nutzen. Aus diesem Grund habe man ein Pilotprojekt gestartet, um im Ernstfall noch besser für die Notfallversorgung gerüstet zu sein.

Mikl-Leitner bedankte sich bei der Polizei für die Zusammenarbeit, beim Roten Kreuz für das Durchführen der Schulungen, beim Notruf NÖ, „wo alle technischen und organisatorischen Dinge zusammenlaufen“ und bei OMV-Geschäftsführer Reinhard J. Oswald, dass die OMV die Finanzierung übernommen habe.

Mit diesem Projekt werde man „die Rettungskette noch intensiver gestalten“, so Mikl-Leitner. Bei einem Unfall oder schrecklichem Ereignis sei die Polizei oft als erste vor Ort, bedankte sich die Landeshauptfrau für die „Initiative, die zu einer Win-win-Situation für alle Betroffenen führt“.

Landespolizeidirektor Kogler betonte, dass Defibrillatoren „nicht nur Leben retten können, sondern auch tatsächlich Leben retten“. Er berichtete von einem Fall vor kurzem in Dietmanns im Bezirk Waidhofen an der Thaya, wo es Polizeibeamten gelungen sei, einen Mann, der zusammengebrochen war, erfolgreich zu reanimieren. „Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass es Sinn macht, hier auch strukturell vorzugehen“, so Kogler. Wichtig sei, „dass die Kollegen gut vorbereitet sind, um entsprechend Handlungssicherheit zu erzeugen“. Das Pilotprojekt sei „der richtige Schritt, um Sicherheit für die Menschen zu gewährleisten“.

OMV Austria-Geschäftsführer Oswald: "Wir sind immens stolz, dieses Projekt finanzieren zu dürfen. Als einer der größten Arbeitgeber in der Region ist es eine Selbstverständlichkeit, hier zu unterstützen."
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