23.05.2017, 13:12 Uhr

Eschensterben im Nationalpark Donau-Auen: Keine Gefahr für Besucher

Nationalpark-Mitarbeiterin Karoline Zsak an einem kontrollierten Wanderweg in den Donau-Auen.

Bäume nahe der Wanderwege werden genau kontrolliert. Nationalparkfläche als „Freiluftforschungslabor“.

ORTH. Er ist klein und er ist gefährlich. Die Rede ist vom „Falschen Weißen Stengelbecherchen“. Jenem aus Asien eingewanderten Pilz, der heimische Eschen befällt. Auch im Nationalpark Donau-Auen breitet er sich vermutlich bereits seit dem Jahr 2006 aus und verursacht das Absterben junger Triebe und Zweige.

Dabei bleibt es aber nicht: Der Pilz breitet sich im Stamminneren aus und kann dazu führen, dass der Baum im Bereich zwischen Stamm und Wurzeln abfault. Die Folge: Ein scheinbar gesunder Baum fällt plötzlich um – im schlimmsten Fall auf den Kopf eines Spaziergängers. Karoline Zsak, Projektleiterin im Nationalpark, gibt jedoch Entwarnung für die insgesamt 160 Kilometer langen Wanderwege im Nationalpark: „Es werden an den Wegrändern regelmäßig Kontrollen durchgeführt. Mit dem Hintergrundwissen, dass die Esche betroffen ist von einer Krankheit, wird diese genauer angeschaut“. Gefahr für Besucher bestehe keine.

Freiluftforschungslabor

Der Nationalpark beauftragte das Bundesforschungszentrum für Wald, die Waldflächen genauer unter die Lupe zu nehmen. „Es gibt ein paar Bäume, wo man sich vorstellen kann, dass diese Resistenzen ausgebildet haben“, sagt Zsak. In dieser Hinsicht versteht sich der Nationalpark als „Freiluftforschungslabor“, und hofft, dass die Eschen sich auf natürliche Weise auf den Pilz einstellen und resistent werden können.
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