15.03.2017, 15:40 Uhr

Gemeinsam sicher im Bezirk Gänserndorf

Karl Löffler stellt die Initiative "Gemeinsam.sicher" vor. Er ist Sicherheitskoordinator im Bezirk Gänserndorf.

Polizei sucht "Sicherheitspartner" in allen Gemeinden, die an der Getaltung der öffentlichen Sicherheit aktiv mitwirken sollen.

BEZIRK GÄNSERNDORF. "Sicherheit ist Vertrauenssache". Das ist der Grundsatz der Aktion, die in allen Gemeinden in ganz Österreich startet. "Gemeinsam.sicher" versteht sich als Dialog zwischen Bürgern, Gemeinden und der Polzei. Die Initiative basiert auf vier Säulen. Erstens: der Sicherheitskoordinator. Für den Bezirk ist das Karl Löffler vom Bezirkspolizeikommando. Er koordiniert die Aktion im Bezirk Gänserndorf und wird in regelmäßigen Abständen - unter anderem mittels monatlichem Newsletter - über Maßnahmen, Erfolge, Kriminaldelikte etc. in den 44 Gemeinden des Bezirks informieren.
Zweitens: der Sicherheitsbeauftragte. Für den Bezirk Gänserndorf sind das insgesamt 13 Polizeibeamte. Je einer von neun Polizeiposten, je zwei von der Polizei Groß-Enzersdorf und Gänserndorf. Im Bezirk gibt es derzeit elf Polizeidienststellen.
Die dritte Säule ist der Sicherheitsgemeinderat, er wird in den Gemeinden nominiert und ist das Verbindungsglied zwischen der Polizei und der vierten Säule, dem Sicherheitspartner. Dieser deckt Missstände in der Gemeinde auf, hat ein offenes Ohr für Fragen rund um Sicherheit und gibt, wenn nötig, rasch Informationen an die Polizei weiter.
Interessierte können sich bei der Polizei oder am Gemeindeamt melden, die Mitarbeit ist ehrenamtlich, dem Sicherheitspartner entstehen keine Pflichten. "Die Idee dahinter, ist, dass die Sicherheitspartner Probleme vor Ort rascher erkennen und die Hemmschwelle der Bürger, sich an diese Vertrauenspersonen zu wenden, geringer ist, als sich der Polizei anzuvertrauen", erklärt Löffler.
In einigen Bezirken - z. B. in Mödling läuft die Aktion schon seit April 2016. "Mit guten Erfolgen", sagt Löffler. So konnte ein Spielplatz, der zum sozialen Brennpunkt und damit für Familien nicht mehr nutzbar geworden war, gemeinsam mit allen Partnern reaktiviert werden - unter Einbeziehung der jener Jugendlichen, die den Park "besetzt" hatten.
In den nächsten Wochen sollen in allen 44 Gemeinden erste Gespräche zwischen Polizei, Gemeindevertretern und potenziellen Sicherheitspartner stattfinden.
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