23.01.2018, 15:04 Uhr

Mit 130 km/h zu langsam für die A 5

Wer bremst, verliert. Zu Stoßzeiten fahren auf der A5 Lkw mit 100 km/h auf der rechten Spur, links die Pendler von 140km/h aufwärts. (Foto: Herbst)

Verkehrsminister Norbert Hofer überlegt, das Tempolimit auf Autobahnen auf 140 km/h zu erhöhen

BEZIRK. Der A 5 haftet in ihrem jungen Alter der Ruf der Raserstrecke an. Polizeimeldungen, man hätte einen Lenker mit weit über 200 km/h von der Autobahn geholt, sind keine Seltenheit. Aber auch abseits der "ganz Schnellen", ist die 130 km/h Obergrenze Seltenheit auf der A 5.
Der Selbstversuch am Freitag Nachmittag untermauerte die Theorie. Ganze zwölfmal wurde unser Bezirksblätter-Lenker zwischen Poysdorf und Gerasdorf überholt, trotz der Ausnutzung der erlaubten Geschwindigkeitsobergrenze.
Unser Testfahrer auf der A 22 zählte von Wien Stadtgrenze bis Korneuburg sechs und von Korneuburg bis Stockerau sieben Überholer, die schneller als 130 km/h unterwegs waren.
"Für die, die glauben die A 5 ist eine Rennstrecke: wir haben auch Radarboxen und eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Polizei", scherzt Vorstandsdirektor der Asfinag Klaus Schierhackl durchaus mit ernstem Hintergrund, "130 ist keine Empfehlung, sondern schon sehr ernst gemeint."
Verkehrsminister Norbert Hofer informiert: „Wir versuchen einfach Maßnahmen zu setzen, den Verkehr flüssiger zu gestalten, das aber verantwortungsvoll und vorsichtig. Deshalb auch dieser Testbetrieb mit 140 km/h.“ Einen Zeitplan habe man noch nicht festgelegt. "Die ersten Maßnahmen sind ein Testbetrieb mit Rechtsabbiegen bei Rot.“
Die Grüne Landtagsabgeordnete und Verkehrssprecherin Amrita Enzinger hält von Hofers Idee gar nichts: "Das ist eine Nebelgranate, um von wichtigen Themen abzulenken, der Verkehrsminister kann ohnehin per Verordnung 140 km/h festlegen." Der Vorstoß zeige, dass die FPÖ an den Klimazielen kein Interesse haben. "140 km/h sind 16 Prozent mehr Co₂-Ausstoß."eder PRO oder CONTRA Geschwindigkeitserhöhung sind (und a guads Foto dazu)
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