14.11.2017, 14:30 Uhr

Museumsdorf Niedersulz zieht positive Saisonbilanz 2017

von Frühling bis Herbst der perfekte Ausflugsort für die Familie: Museumsdorf Niedersulz. (Foto: museumsdorf niedersulz)
NIEDERSULZ. Die Saison 2017 konnte mit über 50.000 Besuchern erfolgreich beendet werden. Genau 51.474 Besucher waren im heurigen Jahr im größten Freilichtmuseum Niederösterreichs. Trotz der teilweise nicht optimalen Wetterbedingungen für ein Freilichtmuseum im Sommer, verzeichnete das Museumsdorf Niedersulz im Jahr 2017 ein erfreuliches Umsatzplus.
Veronika Plöckinger-Walenta, Geschäftsführerin und Wissenschaftliche Leiterin des Museumsdorf Niedersulz, resümiert positiv: „Der Erfolgsweg des Museumsdorfes konnte auch in der Saison 2017 weitergeführt werden. Die Basis dafür waren ein abwechslungsreiches Programm sowie das große Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Erwin Prölls Schule

Mit einem großen Fest wurde am 17. April die Schule der Regionen im Museumsdorf Niedersulz von Landeshauptmann a. D. Erwin Pröll eröffnet. Die Konzeption für den Betrieb liegt zukünftig bei der Volkskultur Niederösterreich. Eine sehr persönliche Komponente begleitete den letzten offiziellen Termin von Erwin Pröll in seiner Funktion als Landeshauptmann von Niederösterreich. Am Ostermontag, eröffnete er den Nachbau der alten Volksschule in Radlbrunn, in der er selbst von 1952 bis 1956 die Schulbank drückte, am neuen Standort im Museumsdorf Niedersulz. Rund 1.000 Besucher wohnten dem feierlichen Festakt und der anschließenden Segnung durch Dechant Edmund Tanzer bei. Der Weinviertler Literat Martin Neid unterhielt mit humorvollen Geschichten.


Luther und die Evangelische Kirche

Anlässlich des 500jährigen Reformationsjubiläums wurde am 7. Mai die neugestaltete Ausstellung „Evangelisch im Weinviertel“ in der so genannten „Lutherische Kapelle“  eröffnet.Die Ausstellung „Evangelisch im Weinviertel" zeigt – ausgehend von Martin Luthers Thesenanschlag 1517 – Geschichte und Gegenwart der Evangelischen im Weinviertel. Weitere Themen der Ausstellung sind die Hausgeschichte des in der Überlieferung „Lutherische Kapelle“ genannten Gebäudes aus Niederfellabrunn sowie die „Evangelische Bilderwelt“.

Greißlerei aus Jedenspeigen

Ebenfalls im Mai wurde im Zuge des Museumsfrühlings Niederösterreich die neugestaltete Greißlerei aus Jedenspeigen eröffnet. Neben zahlreichen Ehrengästen waren auch Zeitzeugen zur Eröffnung gekommen, wie etwa der in diesem Jahr 100 Jahre alt gewordene Josef Bogner, der schon als Kind in dieser Greißlerei einkaufte. „Grenzen und Austausch im Wandel am Beispiel der Greißlerei aus Jedenspeigen 1840 – 1970“ – so der Titel des vom Viertelfestival Niederösterreich Weinviertel 2017 geförderten Projekts, mit dem Ziel der Erforschung und Präsentation des Warenaustausches und des Einkaufsverhaltens der Bewohner in Grenzdörfern entlang der March im Weinviertel des 19. Jahrhunderts.

Natur im Garten Fest

Mit vielen Höhepunkten wartete auch das 11. „Natur im Garten“ Fest am landesweiten Dirndlgwandsonntag auf. Im herrlich herbstlichen Ambiente des Museumsdorfs verbrachten rund 2.000 Gäste einen abwechslungsreichen Nachmittag bei guter Musik, Chören und Tanzgruppen aus ganz Niederösterreich, Weinviertler Schmankerln und viel Wissenswertem zum Thema Garten. Parallel zum „Natur im Garten“ Fest fand auch wieder das Herbstfest für HILFE IM EIGENEN LAND unter der Patronanz der Präsidentin Sissi Pröll statt.

PREVIEW 2018
Thematisch abwechslungsreich ist auch das Programm für 2018. Die erste, große Veranstaltung im Museumsdorf ist traditionell der Pflanzenmarkt am Samstag, den 28. April 2018, beim Museumsportal, mit dem Verkauf von biologisch gezogenen Pflanzenraritäten aus dem Museumsdorf und der Region. Am Vatertag, den 10. Juni, folgt das Kinder- und Spielefest, am 1. Juli der Kinderalltag anno dazumal und am 29. September die Pferdekraft.
Ein Programm-Highlight wird 2018 die Neu-Eröffnung eines Presshauses nach seiner Revitalisierung am 12. Mai, im Zuge des NÖ Museumsfrühlings sein. Zudem wird am Wochenende vom 12. bis 13. Mai erstmalig in der historischen Kellergasse und Kulisse des Museumsdorfes ein Kellergassenfest stattfinden.
An den Wochenenden und Feiertagen bieten beim „Alltag im Dorf – Wie war das damals?“ einzelne Häuser, Höfe und Werkstätten des Museumsdorfes die Möglichkeit zum aktiven Erleben. HandwerkerInnen und KulturvermittlerInnen erzählen vom dörflichen Leben und Arbeiten anno dazumal, stehen für Fragen zur Verfügung und bieten auch die Möglichkeit zum Mitmachen.
Das sehr beliebte und erfolgreiche Ferienprogramm „Basteln mit Naturmaterialien“ wird auch 2018 wieder fortgesetzt. Jeden Dienstag in den Sommerferien können Kinder ab 3 Jahren an vier unterschiedlichen Bastelprogrammen wie „Mit Pinsel und Farbe - Gestalte deine eigene Strickliesel und stricke los!“ oder „Leuchtende Blüten und grüne Gräser - Mobile aus Salzteig“ u.e.m., teilnehmen. Für Kinder bis 18 Jahre ist der Eintritt ins Museumsdorf frei!
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