24.10.2016, 14:39 Uhr

Nationalpark: Wenn die Donau zu tief wird

Bei der Fachtagung: Tögel / viadonau, Baumgartner und Manzano / Nationalpark, Hasenbichler / viadonau, Eichelmann / Riverwatch, Jungwirth / BOKU. (Foto: Kovacs)

Flussbau-Fachtagung auf der Donau: Experten tauschten sich während einer Schifffahrt am 19. Oktober intensiv aus.

BEZIRK. Die Eintiefung der Donausohle soll aufgehalten und die Renaturierung des Gewässersystems vorangetrieben werden.
Die Gründung des Nationalpark Donau-Auen brachte eine Wende im Flussbau an der Donau: Die Flusslandschaft wurde dynamischer, Altarme wurden angebunden, das Ufer wurde rückgebaut. Dennoch blieb ein Grundproblem ungelöst: Die oberstromige Kraftwerkskette und die Flussregulierung führen zu einer kontinuierlichen Sohleintiefung. Der Wasserspiegel sinkt – mit schwerwiegenden Auswirkungen auf die Auen.
Christian Baumgartner, Leiter des Bereichs Natur & Wissenschaft des Nationalparks fordert, den Uferrückbau voranzutreiben und für die Seitengewässer möglichst große Einströmbereiche zu schaffen.Wie der Donau Geschiebe zugeführt werden kann, wurde vom Wasserbau-Experten Gerhard Klasz erläutert.
Markus Simoner, viadonau hielt in seinem Vortrag fest: Der Uferrückbau bei Witzelsdorf und die kombinierten Maßnahmen bei Bad Deutsch Altenburg hatten positive Effekte auf die Flusssohle. Die Rückbaumaßnahmen sind also wirkungsvoll.
Eine Schlüsselfrage ist die Zusammensetzung des Geschiebes, durch Vergröberung kann der laufende Austrag von Schotter aus der Fließstrecke verringert werden. Einig ist man sich, dass sowohl Rückbauprojekte als auch der Stopp der Sohleeintiefung rasch umgesetzt werden müssen.
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