18.12.2017, 16:17 Uhr

Nikowitz' ruchlose Greise: der neue Krimi des Satirikers ist da

"Altenteil" der neue Roman von Rainer Nikowitz ist im Handel. Liebevoll, witzig und böse.

Vom Marchfeld hat es den Antihelden Suchanek in ein Wiener Altersheim verschlagen. Es ist ein böses Buch...

LOIMERSDORF/WIEN. Nein, weder der Suchanek, noch andere Helden und Antihelden aus Rainer Nikowitz' Krimis existieren in der Realität. Obwohl so mancher Marchfelder sich oder seinen Nachbarn in den ersten beiden Bücher wiederzufinden glaubte. "Ich habe die eine oder andere Charaktereigenschaft mehrerer mir bekannter Personen herangezogen und vermischt, vor allem die schlechten Eigenschaften, es ist ja ein Krimi", betont der Autor die Fiktionalität seiner Protagonisten.

Ja, nicht alle Leute kommen in seinen Büchern gut weg. Nikowitz verteilt eben gerne Watschn. "Aber liebevoll." Nicht umsonst wird der profil-Kolumnist und begnadete Satiriker von Lesern gefeiert, von Politikern gefürchtet.

Seine Bücher sind zuerst einmal Milieustudien verknüpft mit viel Wortwitz - "und dann muss halt auch noch eine schlüssige Kriminalgeschichte draus werden", ergänzt Nikowitz.
Wie sein dritter Kriminalroman "Altenteil" geworden ist? "Es ist ein böses Buch."

Der Satiriker hat dafür in einem Altersheim - Schauplatz des Krimis - recherchiert. Seine Erkenntnis: "Charaktereigenschaften verstärken sich im Alter, die Bösartigkeiten und Intrigen im Altersheim schlagen jene in der freien Wildbahn um Längen. Das beginnt beim Haxlstellen mit der Krücke und endet bei..."

Womit die Frage, "wer bringt denn Leute um, die eh bald sterben?", schon fast beantwortet wird.

"Altenteil" ist noch rechtzeitig vor Weihnachten erschienen - gerade noch: "Ich bin auch beim profil als notorischer Spätlieferer bekannt, neige zum Prokrastinieren und arbeite seit 30 Jahren nur unter höchstem Druck."

Zur Person

Rainer Nikowitz wurde 1964 in Tulln geboren, wuchs in Loimersdorf auf und legte die Matura am Gymnasium Gänserndorf  ab. Seit 1995 ist Rainer Nikowitz als freier Journalist tätig und seit 1998 Kolumnist beim Nachrichtenmagazin profil.
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