01.09.2014, 16:08 Uhr

Spannberg anno dazumal (6) Weinpressen

Kellerpartie im Presshaus von Leopold Duringer (1918-1982) in den 1960er Jahren. Die Weinpresse wurde von den anwesenden Musikanten kurzerhand zur Bühne umfunktioniert.
Spannberg: (repl) | Die alten Weinpressen haben längst ausgedient. Die riesigen hölzernen Gebilde, die auch Baumpressen oder Steinpressen genannt werden, wurden entweder dem Verfall preisgegeben oder von einigen Idealisten gerettet und so der Nachwelt erhalten, um auch späteren Generationen einen Einblick in die damalige Schwerarbeit der Weinbauern zu ermöglichen. Die Pressen galten damals auch als das größte landwirtschaftliche Gerät überhaupt. Während sie nur an wenigen Tagen des Jahres ihrem eigentlichen Zweck dienten, waren sie das restliche Jahr entweder Lagerplatz für Geräte bzw. auch Getreide, oder sie dienten bei einer zünftigen Kellerpartie auch als Bühne für die Musikanten.

Auch in Spannberg wurde eine Weinpresse gerettet und ist heute am Beginn der Fasangasse zu bewundern. Das Gerät gehörte den Vorfahren des Spannbergers Andreas Gahsler. Neben der Presse befinden sich dort auch noch ein Schauweingarten und Informationen zum Ge(h)nussweg. Auch schlechtes Wetter brauchen die Betrachter nicht zu fürchten: Die Presse ist überdacht und so vor Niederschlägen geschützt.
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