17.10.2016, 11:24 Uhr

Übung von Feuerwehr, Bundesheer und Katastrophenhilfsdienst

(Foto: FF)
BEZIRK. Am Samstag, 15.10.2016, fand im Bezirk Gänserndorf eine großangelegte Katastrophenschutzübung statt. 91 Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk, 148 Mitglieder des Katastrophenhilfsdienstes Mistelbach sowie 58 Soldaten aus der Kaserne Mistelbach und 12 Mitarbeiter von viadonau mussten 16 Schadenslagen in 9 Gemeinden bewältigen. Übungsannahme war eine Bedrohung des Bezirkes Gänserndorf durch ein Katastrophen-Hochwasser. Der Hochwasser-Einsatzstab von viadonau und die Verbindungsoffiziere des Österreichischen Bundesheeres arbeiteten gemeinsam mit dem Bezirksführungsstab der Feuerwehr im Feuerwehrhaus Gänserndorf zusammen. Unterstützt wurden der Einsatz auch durch Materiallieferungen und Geräte heimischer Firmen.
In Zwerndorf war die Übungsannahme, dass die Bundesstraßenbrücke und der Fußgängersteg über den Weidenbach eingestürzt sind. Die örtliche Feuerwehr wurde von einem KHD-Zug aus Mistelbach und dem Bundesheer beim Aufbau einer Behelfsbrücke für Fußgänger unterstützt. Mit Hilfe eines Bergepanzers wurde eine Lasten-Seilbahn errichtet.
Schweres Gerät musste in Marchegg angefordert werden, um einen leck geschlagenen Schwimmkörper zu heben und weitere Beschädigungen zu verhindern. Die FF Marchegg wurde bei diesem Einsatz und bei Pumparbeiten am Zapfengraben von Kräften aus den Bezirken Gänserndorf und Mistelbach unterstützt.
In Angern wurde der mobile Hochwasserschutz rund um die Fischerhütte und das Betriebsgelände von viadonau aufgebaut, ein Arbeiter aus einem Schacht befreit und ein Regenwasserkanal mit einer Kanaldichtblase verschlossen. Mit vereinten Kräften der Feuerwehr und der Firma Kolar aus Dürnkrut konnte in Drösing eine Verklausung gelöst und der ordnungsgemäße Wasserabfluss sichergestellt werden.
Markthof wurde durch den Ausfall des Pumpwerkes am Stempfelbach vom Hochwasser bedroht, es mussten Verklausungen gelöst werden, der Damm gegen schädliche Durchsickerungen gesichert und eine Menschenrettung durchgeführt werden.
Ein verschließbarer Gewässerdurchlass im Damm war in Orth/Donau das Problem, der Schieber steckte fest und konnte nicht mehr geschlossen werden. Die Einsatzkräfte mussten über 400 Sandsäcke aufbringen. Alle für die Übung notwendigen Sandsäcke wurden in Engelhartstetten mit Unterstützung der Firma Magyer gefüllt und von dort mit den modernen Wechselladerfahrzeugen der Feuerwehr an die jeweiligen Einsatzstellen transportiert.
Menschrettungen wurden auch in Witzelsdorf und Waidendorf durchgeführt, bei beiden Szenarien mussten Personen aus Schächten und aus dem Wasser gerettet werden.
Ein Dammabschnitt in Stopfenreuth wurde von den Hochwasser-Experten als kritisch eingestuft. Die Einsatzkräfte konnten die Situation mit Vlies, einer LKW-Ladung Schüttmaterial und über 350 Sandsäcken entschärfen.
Kurz vor Mittag konnte vom Bezirksführungsstab die erfolgreiche Bewältigung aller Übungsszenarien gemeldet werden. Nach der Übungsnachbesprechung und Versorgung konnten die Einsatzkräfte am frühen Nachmittag die Übung erfolgreich beenden.
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