16.11.2016, 13:50 Uhr

Zu schön, um es bekannt zu machen

Was Gott getrennt hat, darf der Mensch nicht verbinden. Nach diesem Motto denken offenbar Gegner von Radbrücken über die March. Von Radfahrern und Fußgängern jenseits der Grenze kann wohl nicht ernsthaft Gefahr ausgehen, warum also die Ablehnung? Das Totschlagargument lautet: "Wir brauchen sie einfach nicht. Punkt." Was einfach nicht stimmt. Denn vielen Grenzbewohnern ist gar nicht bewusst, welchen einzigartigen Naturschatz sie vor der Haustür haben. Viel zu wenige nutzen und genießen die Schönheit der March-Thaya-Auen. Aber wären die March-Anrainer ein bisserl stolzer auf ihre Au, würden sie auch ihr touristisches Potenzial erkennen - und damit den wirtschaftlichen Nutzen, der letztendlich der gesamten Region und ihren Bewohnern Vorteile bringt. Schade, dass man die Chancen nicht sieht oder sehen will. Aber vielleicht sind einige wiederum so begeistert von diesem landschaftlichen Kleinod, dass sie es auf keinen Fall mit Fremden teilen möchten. Die Taktik hat bisher gut funktioniert. Beim Stichwort Weinviertel fällt vielen Retz ein, oder Poysdorf. Aber nicht Dürnkrut.
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