06.10.2014, 17:28 Uhr

Alles Bio beim Baustoff und beim Make-up

Verena Hirsch und Baby Felice frühstückten mit Redakteurin Ulrike Potmesil im Weydner Wirtshaus in Oberweiden.
Die Bezirksblätter trafen sich zm Businessbrunch mit Verena Hirsch alias "Biohirsch".
Bezirksblätter: Alles bio, ist bei Lebensmitteln ein wachsender Trend. Ist Bio-Baustoff nicht eher ungewöhnlich?
Verena Hirsch: Das stimmt. In Österreich gibt es noch nicht viele Fachleute, die sich damit auseinandersetzen, da ist man in Deutschland schon viel weiter. Aber die Nachfrage steigt. Nachhaltigkeit hält in allen Lebensbereichen Einzug.
Bezirksblätter: Was unterscheidet Biohirsch-Baustoffe von klassischen Produkten?
Hirsch: Wir bieten nur Material aus nachwachsenden Rohstoffen an, die Produkte sind gesundheitlich unbedenklich, wir verkaufen keine Kunststoffe mit krebserregenden Weichmachern.
Bezirksblätter: War die Bauwirtschaft immer schon Ihr Metier?
Hirsch: Ich habe Architektur studiert, in einem Planungsbüro gearbeitet und die Ziviltechnikerprüfung abgelegt. Erfahrung hab ich in vielen Branchen gesammelt, von Zimmerei bis Möbel.
Bezirksblätter: Naturbaustoffe sind fürs Wohlbefinden notwendig. Was gehört noch dazu?
Hirsch: Wir verbringen so viel Zeit in geschlossenen Räumen, sind von ungesundem Material umgeben. Dabei gibt es viele Alternativen. Damit wir Ideen kreativer Köpfe bündeln können, habe ich das Bio-Innovationszentrum in Wien gegründet. Das ist eine Plattform mit Platz für Ideen - vom biologischen Kosmetikprodukt bis zur solarbetriebenen Motorsense. Im Innovationszentrum sollen Kreative, Techniker und Fachleute zusammenfinden.
Bezirksblätter: Noch ist der Biobaustoffhandel ein Nischenbereich. Gehört zu dem Job auch eine Portion Idealismus?
Hirsch: Ich möchte mit meinem Konzept etwas verändern. Viel Geld verdienen steht nicht im Vordergrund, das könnte man in der klassischen Baubranche leichter tun.

Wordrap
Zum Frühstück gibt es für mich heute ...
eine Kanne Tee, Vollkornweckerl mit pikantem Belag und Paradeiser.
Zu Hause bin ich...in Oberweiden. Eine Zeitlang habe ich in Wien gelebt, dann aber schnell die Flucht aufs Land ergriffen.
Wichtig sind mir... meine beiden Mädchen, die achtjährige Flora und die drei Monate alte Felice, und mein Partner Johann.
Ich entspanne mich am besten... in meinem Garten. Allerdings derzeit nur in der Theorie, weil ich keine Zeit habe.
Familie und Job...kann man als Unternehmer ganz gut vereinbaren, weil man flexibel ist. Dafür bin ich gelegentlich auch mit Baby auf der Baustelle.
Ich finde es schrecklich...wenn ein altes Bauernhaus in Styropor verpackt wird. Da muss ich wegschauen.
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