11.04.2017, 15:43 Uhr

Green Care-Hoftafel für Öko-Landgut in Gänserndorf Süd

Robert Fitzthum überreichte Helga Keil-Bastendorff das Zertifikat. (Foto: privat)
GÄNSERNDORF. Seit fast fünf Jahrzehnten widmet sich die ausgebildete Physiotherapeutin, Kindergartenpädagogin und Konduktorin Helga Keil-Bastendorff der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf. 1968 gründete sie ihr eigenes Therapie-Institut in Wien, daraus entstand mit der Zeit die gemeinnützige Helga Keil-Bastendorff-Privatstiftung.
Das ÖKO Landgut Sonnenfeld in Gänserndorf Süd hat 2016 die Zertifizierung zum Green Care - Wo Menschen aufblühen-Betrieb beantragt. Nun hat der Obmann des Vereins Green Care Österreich, Robert Fitzthum, dem Betrieb die entsprechende Hoftafel verliehen.

"Noch bevor Green Care in Österreich als soziale Komponente der bäuerlichen Landwirtschaft große Bedeutung erlangt hat, haben wir im Jahr 2004 damit begonnen, Jugendlichen mit leichter Behinderung im Rahmen des Biolandbaus am ÖKO Landgut Sonnenfeld eine Ausbildung im Bereich Landwirtschaft zu ermöglichen. Diese Schule für individualisierte Teilausbildungen für junge Menschen mit Behinderung ist die einzige ihrer Art in Österreich mit Öffentlichkeitsrecht. Die Qualitätszertifizierung ist ein für uns notwendiger Schritt und die weitere Grundlage für unser neues Green Care- integratives Wohnprojekt für Schwerstbehinderte", so die Geschäftsführerin und Stiftungsvorsitzende, Helga Keil-Bastendorff.

"Recht auf Bildung und Lebenslanges Lernen"

Das ÖKO Landgut Sonnenfeld wird als biozertifizierter bäuerlicher Betrieb mit etwa 10 Hektar Grund bewirtschaftet. Die Schwerpunkte liegen auf Gemüse- und Kräuteranbau, sowie einem Pferde- und einem kleinen Lehrtierhof mit Lamas, Schafen Hühnern, die auch als Ausbildungsbetriebe dienen. Die erzeugten Produkte werden zum Teil ab Hof und jeden Samstag auf dem Bauernmarkt des Wiener Naschmarktes und an Gastronomen in der Bundeshauptstadt vermarktet. Das ÖKO Landgut Sonnenfeld ist gleichzeitig auch Ausbildungsstätte für junge Menschen mit Behinderung.
Aktuell werden etwa 40 Jugendliche und junge Erwachsene betreut, die später in einem Wirtschaftsbetrieb mitarbeiten wollen, aber auch Personen, die aufgrund ihrer Lebensumstände voraussichtlich nur stundenweise einer Tätigkeit nachgehen können. Sie werden zu qualifizierten "Fachhelferinnen und Fachhelfer" in diversen landwirtschaftlichen Disziplinen wie Gartenbau, Pferdepflege, sonstige Tierpflege oder Kochen und Gästebetreuung ausgebildet.
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