Böhmische Blasmusik aus dem Gailtal

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DELLACH/GAIL (jost). Anno 1950, also vor nunmehr bald 70 Jahren, waren die ersten offiziellen Auftritte der Trachtenkapelle Dellach/Gail unter dem Gründungs-Kapellmeister Franz Beck zu hören. Damals noch in blauen Hemden und schwarzen Hosen, aber trotzdem schon voll Elan und mit großer Motivation.
Aus der Chronik ist ersichtlich, dass in diesen Anfangs-Jahren sowohl die Instrumente als auch die erste Tracht (1953) durch Spenden finanziert wurde: „...und nicht nur einmal bekamen die Musikanten einen Baum geschenkt, den sie mit eigenen Kräften aus dem Wald holen mußten, um ihn zu verkaufen...“

Erfolgreiche Entwicklung

Die gelebte Freude am gemeinsamen Musizieren war in den Folgejahren die Triebfeder in Richtung Erfolg und Anerkennung. Nach Franz Beck standen führten der legendäre Johann Zobernig (40 Jahre lang), Christof Daberer, Michaela Hamerle als erste Kapellmeisterin im Bezirk Hermagor, sowie Wilfried Truntschnig und seit nunmehr bereits über 10 Jahren Christian Sagmeister den Taktstock.
Als umsichtiger und gewissenhafter Obmann fungiert seit 2007 Helmut Mörtl.
Heute zählt der Klangkörper etwa 45 aktive Musikerinnen und Musiker; von denen einige auch immerwieder zu verschiedenen Anlässen als „Tanzlmusi“ aufspielen.

Richtungsänderung

Auf der ständigen Suche nach Anpassung an musikalische Trends schlug Langzeitmitglied und Tenorhornist Horst Mörtl im Jahre 2015 vor, mit einer Kleingruppe in Richtung böhmischer Musik zu gehen, weil er diese schon immer gerne gehört hatte. Mit Freude und Begeisterung erinnert sich Mörtl, der die Kleingruppe musikalisch leitet: „Die erste Berührung mit der böhmischen Blasmusik hatte ich als Jugendlicher, als bei unserem Kirchtag eine tschechische Gruppe auftrat. Im Laufe der Zeit wurde die Liebe zur böhmischen Blasmusik immer größer und nun konnte ich mit meinen Kameraden und Kameradinnen vor drei Jahren diese auch mit einer eigenen Formation umsetzen. Und im März 2017 wurde für unsere elfköpfige böhmische Gruppe einvernehmlich der Name >Böhmbastisch< gefunden.“ Die Besetzung besteht aus den Klarinettisten Mario Grünwald, Helmut Mörtl und Johann Grünwald, den beiden Flügelhörnern mit Hainz Kanzian und Markus Grössing, am Tenorhorn Horst Mörtl, Angelika Seiwald am Bariton, B-Bass mit Helmuth Einetter, Kapellmeister Christian Sagmeister Posaune, Daniel Mörtl am Schlagzeug sowie Michael Lenzhofer auf der Steirischen. Vertretungen und Aushilfen leisten bei Bedarf Manuel Sagmeister am Flügelhorn oder auf der Trompete sowie Elisabeth Sagmeister und Christian Grünwald mit B-Bass.

Leidenschaft

Auf die Frage nach der zusätzlichen musikalischen Belastung antwortet „Böhmbastisch“-Gründer Horst Mörtl: „Es ist die pure Leidenschaft an der Musik, die uns dazu motiviert, zusätzliche Probenarbeiten und Bemühungen für die böhmische Musik zu leisten, um unserem Publikum einfach Freude zu bereiten. Wir machen es sehr gerne und der Erfolg gibt uns Recht. Böhmbastisch ist prädestiniert für musikalische Begleitung und Unterhaltung im kleineren, gemütlicheren Rahmen, wobei unsere musikalische Literatur teilweise auch vokal ergänzt wird, was dem Musikgenuss eine noch heimeligere Note verleiht. In diesem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass gleich fünf „Böhmbastisch“-Mitglieder neben ihren angestammten Instrumenten auch mit voller Leidenschaft die Steirische beherrschen.“

Die nächsten Auftritte gibt es am 1.September beim Kirchtag in St.Daniel sowie am 21.September bei der Eröffnung des ASZ in Dellach.

Böhmbastisch-Gründer

Horst Mörtl ist 50 Jahre alt, Polizist, wohnhaft Dellach, verheiratet,
Vater von zwei erwachsenen Kindern.
Sein musikalischer Werdegang begann mit Gitarrenunterricht in der Musikschule Kötschach, dann neun Monate Trompetenunterricht bei einem Mitglied der TK Dellach, mit Weiterbildung am Tenorhorn, hauptsächlich in Eigenregie. Bei passender Gelegenheit schnallt sich Horst auch gerne die Steirische gerne um...

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