Herr Franz aus Kötschach-Mauthen

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Das köstlichste Eck Kärntens ist bekannt für seine innovativen Dickköpfe und Querdenker. Seit einigen Wochen ist die Marktgemeinde um eine imaginäre Galionsfigur reicher und diese trägt Kötschach-Mauthen nun auch musikalisch weit über die Landesgrenzen hinaus.
Der Ohrwurm ist zum Kult-Schlager geworden und erreichte in der ORF-Schlagerparade immerhin den dritten Platz. Doch wer steckt hinter dem Erfolg vom „Herrn Franz aus Kötschach-Mauthen“?

Dietmar Kienzer, der hauptberufliche Wirt aus Föderlach, stürmt mit seinen ehrlichen Liedern die Herzen der Fans. Der leidenschaftliche Komponist und Sänger wurde mit seinen Songs „Corinna“ und „Locka bleib`n“ bekannt. Viel Herz und Lebensgeschichten stecken in jeder Note und Textzeile, die Kienzer verfasst und er erklärt seinen erdigen, authentischen Stil: „Ich denke, dass viele Dinge, über die ich singe, auch anderen Menschen im Leben passieren. Daher erkennen sie sich wieder“. So auch bei seinem neuesten Hit, bei dem er mit symphatischer Lockerheit die Geschichte vom Kärntner Schmäh besingt. Sein Opfer ist „Herr Franz aus Kötschach-Mauthen“, der in der Großstadt an der Weiblichkeit verglüht und „lei losn“ passt für den Kärntner halt nich immer und so wird der Gockel schnell zum Schmalspur-Casanova. Grossartig, wie Kienzer die Geschichte in einen Country-Rhythmus verpackt, eine Prise „Harry Lime“ hineinstreut und im Dialekt einen echten Gassenhauer daraus macht. Dass er bei ber Suche nach weiblicher Beute gerade an eine Parade-Wienerin gelangt, die wiederum auch eine Legende und für ihre schlagfertige Art, mit derartigen Situationen umzugehen, berühmt ist, gibt dem Song eine persönliche Note. Der singende Gastronom hat Jazz-Gitti für das Duett gewinnen können und freut sich: „Mit der stimmgewaltigen Lawine aus Witz, Charme und Wiener Schmäh wurde der Hit erst richtig authentisch und wenn Herr Franz singt: „Schöne Frau, i muass schon sogn, sie haben genau die Weite von mein Krogn“, dann glaubt man ihm die Enttäuschung, wenn ihn die Angebetene auffordert: „So Herr Franz und auf geht`s in die Wochstub`n“.
Einen wesentlichen Beitrag zu Kinzer`s Erfolgsgeschichte liefert sein Produzent Markus Holzer, besser bekannt als Gittarist beim Nockalm Quintett. Der Musiker betreibt in Klagenfurt das Studio „Homerun music“ und hat u.a. das Album von Meileinstein, Bandhouse, Da Guzi sowie einige Lieder von den Nockis produziert. Holzer und Kienzer sind Freunde, ergänzen sich gegenseitig und teilen sich auch den Erfolg vom aktuellen musikalischen Gustostückerl.

Eines ist seit dem Erfolgshit jedenfalls gewiss: In Kötschach-Mauthen begegnen sich die Männer mit vorsichtiger Skepsis, denn niemand weiss, wen sich Kienzer als Vorbild für den „Herrn Franz“ auserwählt hat...

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v.l.n.r.:
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