Gailtal
Impuls für Tourismus

Traumhafte Ausblicke, unberührte Natur kombiniert mit Slow Food - so präsentiert sich Kötschach-Mauthen in der Zukunft
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  • Traumhafte Ausblicke, unberührte Natur kombiniert mit Slow Food - so präsentiert sich Kötschach-Mauthen in der Zukunft
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  • hochgeladen von Andreas Lutche

Kötschach präsentiert sich mit neuem touristischen Konzept als Genuss- und Wanderdestination.

KÖTSCHACH-MAUTHEN. Letzten Oktober wurden durch die Gründung des Vereins „Kötschach-Mauthen - so viel mehr“ die Weichen für ein neues touristisches Auftreten der Marktgemeinde gestellt. Nach langem touristischen Stillstand war klar, dass jetzt etwas passieren muss. Die Frage war jedoch, welcher Weg eingeschlagen werden sollte und wie man sich von den starken Mitbewerbern in der Region, wie dem Nassfeld, Weissensee und Lesachtal, abheben kann.

Die Idee wird geboren

Man muss nicht unbedingt etwas Neues erfinden, wenn die Gemeinde bereits so viel zu bieten hat. Christine Engl, Betreiberin des Kötschacher Motorradhotels, und ihre Tochter Sophie hatten eine Idee, die anschließend vom Vorstand des Vereins "Kötschach-Mauthen - so viel mehr“ übernommen und ausgearbeitet wurde. Das köstlichste Eck Kärntens, das für seine vielen Slow Food Betriebe und die wunderbare Natur bekannt ist, sollte diese Stärken im neuen Konzept ausspielen. Geplant ist ein beschilderter Hof-zu-Hof-Weg, der um Kötschach herumführt. Es gibt mehrere Etappen, die zum Beispiel nach Würmlach, zum Lamprechtbauer oder auf den Goldberg führen.
Auf den Routen gibt es beschilderte Picknickplätze mit Ausblick auf die Karnischen- und Gailtaler Alpen. Da Wandern bekanntlich hungrig macht, müssen die Wanderer auch versorgt werden. Die Etappen führen entweder zu lokalen Anbietern oder bei lokalen Anbietern vorbei, wo man sich mit einer Jause oder einem „Jausensackerl“ versorgen kann. Die hier angebotenen Lebensmittel folgen dem Slow Food Konzept, das besagt, dass alle Menschen ein Recht auf gute, saubere und faire Lebensmittel haben. Viele der Anbieter sind Slow Food-zertifiziert und haben das Recht ihren Betrieb mit der "Slow Food-Schnecke" auszuweisen. Global denken, aber lokal essen steht hier im Vordergrund.

Umsetzung hat begonnen

Bereits im Winter wurden erste Panorama-Aufnahmen und Drohnenbilder für die Schautafeln gemacht. Man braucht es nicht zu erwähnen, dass der heurige Winter wie geschaffen dafür war. Die Reiseredakteurin der Salzburger Nachrichten, Barbara Hutter, die von der Region restlos begeistert ist, schreibt die Texte zu den teilnehmenden Betrieben und hat bereits die dafür notwendigen Interviews geführt. Sobald der Schnee endgültig der Vergangenheit angehört und das saftige Grün den Ton angibt, werden die einzelnen Produzenten und Jausenplätze fotografiert. Dem Webauftritt, der Produktion der Schautafeln und der Flyer steht dann nichts mehr im Wege.
Lokale Produzenten
Bis jetzt beteiligen sich 14 regionale Produzenten am neuen Konzept. So sind Sabrina und Thomas Rauter vom Knallerhof mit ihren Brillenschafen mit dabei. Nicht nur die Wolle und Produkte um das Schaf gibt es hier, Sabrina denkt auch schon über Aktivitäten wie das Filzen für Kinder nach.
Genial ist auch die neue Käserei von Lukas Zankl, welche ganz ohne Pumpen auskommt und die Milch nur mittels Schwerkraft transportiert wird. Somit wird die Struktur des Milchfettes nicht verändert und ein Bergkäse von besonderer Qualität wird geschaffen.
Wer etwas besonderes sucht, der wird auch auf dem Hof Gefat in Würmlach fündig. Die Brüder Stefan und Markus Schellander bewirtschaften den Hof seit 2010 und haben ihren eigenen Hofladen. Das Besondere ist, sie züchten Wagyu-Rinder und Iberico-Schweine. Dort leben die Tiere ganzjährig artgerecht im Freien. Geschlachtet wird ein Tier nur, wenn es auch freiwillig in den Anhänger steigt, um zum Metzger gebracht zu werden. Wenn das Tier nicht in den Anhänger steigt, dann wird es an diesem Tag auch nicht geschlachtet. Da die Tiere keine Stresshormone ausschütten, ist das Fleisch von außergewöhnlicher Qualität. Wer jetzt Gusto bekommen hat kann jederzeit in den Hofladen gehen. Dort liegen die Produkte mit Preisen ausgeschildert bereit.

Ein Ganzjahreskonzept

Natürlich ist die ideale Wanderzeit im Sommer und im Herbst. Viele der Abschnitte können dann auch mit dem Mountainbike oder dem E-Bike befahren werden. Das Konzept ist darauf ausgerichtet, dass man viele der Etappen auch im Winter zu Fuß oder mit Schneeschuhen begehen kann. Somit stehen Genuss und Naturerlebnis zu 365 Tagen im Jahr bereit.
Ein stimmiges Konzept, welches sehr gut in die Region passt.

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