Brückenbau
ÖBB-Brücke Hermagor wird bis Herbst 2022 fertig

Die Bauarbeiten an der neuen ÖBB-Brücke Hermagor Ost sind im Zeitplan. Fertigstellung im Herbst 2022 ist garantiert.
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Die Bauarbeiten an der neuen kreuzungsfreien Zufahrt zum Gewerbegebiet Hermagor Ost liegen voll im Zeitplan.

HERMAGOR. Nach zweijähriger Bauzeit wurde am 14.Dezember 2019 die Fertigstellung der Elektrifizierung der Gailtalbahn am Bahnhof Hermagor im großen Rahmen gefeiert. Die ÖBB investierten dafür insgesamt 61 Millionen Euro.
Seit diesem Zeitpunkt haben Bahnkunden die Möglichkeit, im Stundentakt und in modernen Zugs-Garnituren Richtung Villach und zurück zu fahren. Allerdings haben die ÖBB im Gegenzug bereits Ende 2016 die Bahnstrecke von Hermagor nach Kötschach-Mauthen stillgelegt; der öffentliche Personenverkehr auf dieser Strecke findet seither mit Bussen statt.

Zufahrt Gewerbegebiet
Dass das ständig wachsende Gewerbegebiet "Burgermoos" im Osten der Wulfeniastadt eine angemessene und möglichst kreuzungsfreie verkehrsmässige Erschliessung braucht, erkannte die Hermagorer Kommunalpolitik in Abstimmung mit der regionalen Wirtschaft schon vor etwa 15 Jahren mit zunehmender Dringlichkeit. Doch gleich zu Beginn aller Überlegungen wurde in der Gemeindestube und innerhalb der Bevölkerung über "Wie und Wo" in regelmässigen Abständen leidenschaftlich und meist auch emotionsgeladen diskutiert. Nach vielen verworfenen Projekt-Vorschlägen signalisierten schlussendlich die ÖBB im Laufe der Strecken-Elektrifizierung 2018/19 Bereitschaft, in Folge auch noch zusätzliche fünf Millionen Euro in eine Überfahrts-Brücke über die Bahnstrecke und über die B111 zum Gewerbegebiet zu investieren. Die 70.000 Tonnen schwere Vorlast-Schüttung für die südseitige Zu- bzw. Abfahrts-Rampe wurden im Corona-Jahr 2020 von April bis November eingebracht und verdichtet. Inzwischen nimmt die unübersehbare Baustelle im „Burgermoos“ schon konkrete Formen an.

Fundament-Arbeiten
Die täglich eintreffenden Kolonnen an Beton-Mischwägen markieren eindrucksvoll das schrittweise Wachsen der Konstruktion. Beim WOCHE-Baustellengespräch Ende Juli erklärt Polier Dietmar Straßer von der beauftragten Firma Massivbau Klagenfurt: "Wir sind voll im Bauzeitplan; Fertigstellung fix im Spätherbst 2022. Wir halten uns strikt nach allen Auflagen und Bescheiden. Das gesamte Brücken-Projekt ist eine Stahlbeton-Konstruktion, bestehend aus dem Widerlager Süd (am Rande der Schüttung), dem Pfeiler Süd (neben der Bahnstrecke), dem Pfeiler Nord (zwischen Bahnstrecke und Bundesstraße) und dem Widerlager Nord (im Hangbereich neben der B111). Beton-Bohrpfähle mit 120 Zentimeter Durchmesser werden bis zu 20 Meter tief in den Boden gerammt, um die entstehenden Lasten statisch perfekt abtragen zu können. Entlang des nordseitigen Berghanges, der vorab mit Spritzbeton und hochwertigen Injektions-Bohrankern gesichert wird, verlaufen über etwa 100 Meter Länge massive Stütz- und Schwerlast- Mauern zur Auflagerung der Fahrbahn-Platte. Im eigentlichen Brückenbereich, also zwischen den Widerlagern und Pfeilern, mißt die Stahlbeton-Fahrbahnplatte satte 130 Zentimeter Dicke. Entlang der Auf- und Abfahrts-Rampen und über den Brückenbereich ist ein einseitiger Gehweg mit 1,50 Metern Breite vorgesehen. Zeitweise werden diverse Bau-Schritte auch nachts erfolgen müssen, um den Verkehr tagsüber nicht zu stören."

Verkehrs-Behinderungen
Großprojekte wie dieses, die bei laufendem Verkehrs-Betrieb umgesetzt werden müssen, führen, auch bei bestmöglicher Planung und Vorbereitung, dann und wann zu Behinderungen im üblichen Alltags-Verkehr. Bürgermeister Leopold Astner: "Wir haben die Bevölkerung zeitgerecht über den Baustart informiert und bitten auch weiterhin um Verständnis und Rücksichtnahme. Konkrete Beschwerden sind mir nicht bekannt." Auch Markus Brandstätter, Leiter des Tourismusbüros Hermagor, hat seitens der Touristen und Urlauber bisher noch keinerlei diesbezügliche Negativ-Meldungen registriert.

Umfrage
Gerhard Zerza, Filialleiter der Genuss Meierei Hermagor, die unmittelbar an der Baustelle liegt: "Es wird über's Jahr gesehen etwa fünf bis zehn Prozent Umsatz-Einbußen geben, aber wir pflegen bestes Einvernehmen mit der Baufirma, die sehr bemüht ist, die Zufahrt zu unserem Betrieb immer möglichst ungestört frei zu halten. Somit ist unser nächster "Kärntnermilch Genusstag" mit vielen interessanten Angeboten zum Schulbeginn am 10.September nicht in Gefahr. Langfristig sind wir der Meinung, dass unser Standort nach Abschluss des Brücken-Projektes deutlichere Vorteile als vor dem Brückenbau bringen wird."
Bike-Paradies-Chef Michael Härle erwartet sich durch den temporären Baustellenbetrieb zwar keine unmittelbaren Nachteile, allerdings kritisiert er einige markante Versäumnisse: "Ich vermisse seitens der Stadtgemeinde ein konkretes und funktionierendes Rad-Konzept für den Stadtbereich Hermagor. Der Rad-Tourismus wächst überaus erfreulich, doch die infrastrukturellen Begleitmassnahmen innerhalb des Stadtgebietes wurden bisher komplett verschlafen. Der starke Strassen-Verkehr hier im Osten der Stadt spricht eine deutliche Sprache. Der Bereich ab Kreisverkehr bis zur Kreuzung Obervellach hinaus ist ein einziges Chaos, für Radfahrer brandgefährlich und bald nicht mehr zumutbar. Gleiches gilt für die Bereiche ab Kreisverkehr Richtung Egger Straße und auch Richtung Westen. Da muss raschestmöglich eine umfassende Lösung gesucht und gefunden werden."
Camping-Unternehmer Norbert Schluga: "Unsere Gäste haben mit der Baustelle kaum Probleme, aber keiner versteht dieses massive Brücken-Gewerk vor den Eingangstoren einer Touristenstadt. Eine richtige Verschandelung!"

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