Stichwahl
Das Duell um Kirchbach

Bürgermeister-Stichwahl in der Marktgemeinde Kirchbach: Amtsinhaber Hermann Jantschgi (FPÖ, links) und Herausforderer Markus Salcher (SPÖ)
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  • Bürgermeister-Stichwahl in der Marktgemeinde Kirchbach: Amtsinhaber Hermann Jantschgi (FPÖ, links) und Herausforderer Markus Salcher (SPÖ)
  • Foto: privat, Erich Varh
  • hochgeladen von Peter Michael Kowal

Wer wird am 14. März zum Bürgermeister der Marktgemeinde Kirchbach gewählt werden? Die Stichwahl-Kandidaten Hermann Jantschgi (FPÖ) und Markus Salcher (SPÖ) im verbalen Schlagabtausch mit der Gailtaler WOCHE.

WOCHE: Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis Ihrer Partei bei der Gemeinderatswahl?
HERMANN JANTSCHGI:
Ich bin stolz und dankbar für jede Stimme und das Vertrauen der Bevölkerung. Mit 33,71 Prozent und sechs Mandaten bin ich mit meinem Team „Die Freiheitlichen und Unabhängigen in Kirchbach“ im Gemeinderat vertreten. Nur ganz knapp haben wir ein Mandat verloren.
MARKUS SALCHER: Vorweg möchte ich mich bei allen Wählern für die große Unterstützung bedanken. Ich und mein Team sind überwältigt von der Zustimmung und dankbar für den Zugewinn von zwei Mandaten und 45,49 Prozent für mich als Spitzenkandidaten. Wir werden mit dem uns geschenkten Vertrauen verantwortungsvoll umgehen und gemeinsam mit allen Mandataren unsere Gemeinde positiv in die Zukunft führen.

Wodurch unterscheiden Sie sich von Ihrem Gegenkandidaten?
JANTSCHGI:
Kirchturmdenken ist für mich ein Unwort. Mein Herz schlägt für das ganze Gemeindegebiet – von der westlichen Gemeindegrenze bis zur östlichen und für die ganze Region. Gute Kommunikation mit allen Entscheidungsträgern ist für mich selbstverständlich. Meine Erfahrung und mein ausgezeichnetes Netzwerk nutze ich, um für jeden Bürger das Beste zu erreichen.
SALCHER: Meine Tür steht allen Bürgern immer offen! Die Bevölkerung schätzt meine ehrliche und offene Art zu kommunizieren und dass ich mir persönlich Zeit für ihre Sorgen und Anliegen nehme. Bei der Lösung von Problemen stelle ich den Konsens und die Zusammenarbeit vor die Partei- und Klientelpolitik.

Was schätzen Sie an Ihrem Gegenkandidaten?
JANTSCHGI:
Mit Markus Salcher arbeite ich im Gemeindevorstand zusammen. Er ist sehr bemüht, setzt sich für seine Ortschaft ein und ist stets konsensbereit. Als Vizebürgermeister könnte ich mir keinen besseren vorstellen.
SALCHER: Dass er bis jetzt einen fairen Wahlkampf geführt hat.

Wie möchten Sie den „Rückstand“ von 109 Stimmen aus dem ersten Wahlgang aufholen?
JANTSCHGI:
Leere Wahlkampfparolen sind nicht mein Stil, vorgegaukelter „neuer Schwung“ ist meist nur heiße Luft. Will man Krisen und Probleme überwinden, stehen Vertrauen, Kompetenz und Erfahrung im Vordergrund. Bürgermeister zu sein, ist kein Nebenjob, auch kein Halbtagsjob. Die Wähler wissen das!

Wie möchten Sie Ihren „Vorsprung“ aus dem ersten Wahlgang verteidigen?
SALCHER:
„Vorsprung“ klingt schön, doch starten wir wieder bei null. Deshalb bitte ich die Wähler erneut, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Da ich immer die Nähe zu unseren Bürgern suche, werde ich – wie bereits vor dem ersten Wahlgang – alle Haushalte in unserer Gemeinde persönlich aufsuchen und die Wähler um ihre Stimme bitten. Natürlich unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln.

Sollten Sie nicht Bürgermeister werden, beenden Sie dann Ihre politische Laufbahn?
JANTSCHGI:
Ich bitte die Bürger um ihr Vertrauen in der Bürgermeister-Stichwahl und auch um das Vertrauen, nach der Wahl gemeinsam mit meinem Team den besten Weg für unsere Heimatgemeinde zu gehen. Politik ist Verantwortung – Politik braucht Zeit und passiert Schritt für Schritt.
SALCHER: Ich bin gerne Politiker – und das aus Leidenschaft. Deshalb werde ich mich selbstverständlich, egal wie die Wahl ausgeht, weiterhin für die Bürger in unserer Marktgemeinde Kirchbach einsetzen – am liebsten natürlich als Bürgermeister für alle!

ZUR SACHE
Gemeinderatswahl 2021
FPÖ:
33,7 Prozent (minus 2,4 Prozent)
SPÖ: 40,2 Prozent (plus 7,1 Prozent)
ÖVP: 26,1 Prozent (minus 4,7 Prozent)

Bürgermeister-Wahl 2021 (erster Wahlgang)
Hermann Jantschgi (FPÖ):
39,1 Prozent
Markus Salcher (SPÖ): 45,5 Prozent
Christoph Bodner (ÖVP): 15,4 Prozent

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