Herausforderung und Chance „Barrierefreiheit“

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HERMAGOR (jost). Von Gailtaler Unternehmern sehr gut besucht war kürzlich die vom Wirtschaftsbund veranstaltete und von der WOCHE unterstützte Roadshow zum Thema „Barrierefreiheit“ in der Wirtschaftskammer Hermagor. Das war auch zu erwarten, nachdem als Referent niemand Geringerer als Hans Steiner, österreichweit anerkannter Top-Profi dieses Themenkreises, angekündigt war.

Chance erkennen
Gleich zu Beginn der Veranstaltung liess Steiner mit einigen statistischen und demographischen Zahlen aufhorchen, wonach aktuell in Österreich etwa 1,2 Millionen Menschen mit einer dauerhaften Bewegungseinschränkung leben. Weitere 300.000 Mitmenschen haben eine Sehbehinderung und die Zahl der hörbehinderten Menschen liegt bei etwa 200.000.
Diese Fakten sollten wachrütteln und lassen erkennen, dass es keinen Sinn macht, als Unternehmer das bereits seit zehn Jahren gültige Behindertgengleichstellungsgesetz weiterhin als Schikane, sondern als realistische Chance zu sehen.
Steiner: „Nicht barrierefrei zu arbeiten, schliesst mögliche Kundengruppen einfach aus. Von Randgruppen kann man schon lange nicht mehr sprechen. Dabei geht es nicht nur um Rampen und WC’s, sondern Barrierefreiheit ist eine Haltung im Denken und Handeln. Langfristig gesehen werden barrierefreie Unternehmen selbstverständlich sein, und andere wird es vielleicht gar nicht mehr geben.“

Behörde überwacht nicht
Im Gegensatz zu alltäglichen Übertretungen im Strassenverkehr wird die gesetzlich geforderte Barrierefreiheit weder von der Behörde noch von der Exekutive von sich aus kontrolliert oder überprüft. Im Falle einer vermeintlichen Diskriminierung kommt es zuerst zu einem kostenlosen Schlichtungsverfahren, organisiert vom Sozialministerium-Service. Bei diesem Schlichtungsverfahren sollen alle beteiligten Personen versuchen, sich zu einigen. Gibt es keinen Schlichtungs-Erfolg, kann es zu Gerichtsverfahren kommen, bei dem es eine Prüfung gibt, ob es dem Unternehmen zumutbar ist, die Barrieren zu beseitigen.

Definitionen
Barriefreiheit bedeutet, dass Gebäude, Geschäfte, Verkehrsmittel, Gerbrauchsgegenstände, Dienstleistungen und IT-Systeme von Menschen mit Behinderungen ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe benutzt werden können. Das Gesetz gilt für alle Unternehmer, die Güter und Dienstleistungen anbieten, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Dazu zählen Banken, Handelsbetriebe, Bunsunternehmer, Reisebüros, Kinos, Friseure usw.

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