Weitra
Bürgermeister Patrick Layr zieht Kraft aus der Familie

Der Bürgermeister der ältesten Braustadt Österreichs verrät, wie es ihm in der Corona-Krise geht.

WEITRA (mm). "Wer hätte sich vor einem Jahr vorstellen können, dass wir einander nicht die Hand geben sollen?", bringt Patrick Layr, seit Anfang 2020 Weitraer Bürgermeister, eines seiner größten Probleme mit der derzeitigen Situation auf den Punkt, und zwar den fehlenden persönlichen Kontakt zu den BürgerInnen. "Gratulationen, Veranstaltungen, Treffen mit Kollegen, das alles gibt es momentan nicht, ich vermisse das sehr", so Layr.

Trotzdem ausgelastet

Sitzungen und Besprechungen stehen tagtäglich an, nur eben notgedrungen hauptsächlich mittels Videokonferenz: "Es ist ungewohnt, aber teilweise schon ganz praktisch, wenn man wegen einer einstündigen Besprechung nicht extra weit weg fahren muss." Auch wenn viele Termine derzeit schlicht und einfach nicht stattfinden, wird ihm bei weitem nicht langweilig. Das 700-Jahr-Jubiläum der Verleihung der Braugerechtigkeit steht 2021 an, und das will gefeiert werden. Dafür wird natürlich jetzt schon geplant, denn: "Obwohl wir nicht wissen, ob es nächstes Jahr große Veranstaltungen geben kann, müssen die Vorbereitungen jetzt schon getroffen werden. Wir wollen auf jeden Fall gerüstet sein. Einzelne Projekte, wie das Jubiläumsbräu, ein Braumuseum, eine Biermeile und ein touristisches Leitsystem, stehen schon in den Startlöchern", zeigt sich der Bürgermeister voller Tatendrang und mit einer Portion Optimismus für 2021.

Es ist traurig

Der zweite Lockdown lässt Patrick Layr bei aller Unterstützung der verordneten Maßnahmen beileibe nicht kalt: "In unserer Stadt mit vielen kleinen Geschäften merkt man schon, dass die derzeitige Lage überall an der Substanz zehrt – es geht da schnell um Existenzen, und das ist schon traurig. Abgesehen davon, dass es natürlich auch Geld kostet." Und dass der weithin bekannte und beliebte Weitraer Advent nun wirklich nicht stattfinden kann, setze dem ganzen noch die Krone auf, so der in seiner ersten Amtszeit gleich so geforderte Bürgermeister: "Die wirtschaftlichen Folgen sind auch für Weitra nicht ohne."

Familie gibt Kraft

Und wie kommt Patrick Layr privat, als Ehemann und Vater zweier Kinder, durch die Krise? Dass die Abende unter der Woche, wo er normalerweise noch Termine hätte, jetzt frei sind, ist für ihn ungewohnt, aber zugleich sehr schön: "Ich habe natürlich jetzt mehr Zeit für meine Frau und speziell für die Kinder, die aufgrund ihres Alters von der Situation Gott sein Dank noch nichts mitbekommen. Außerdem ist mein Haus noch nicht ganz fertig, da kommt der unfreiwillige Zeitgewinn nicht ganz ungelegen." Obwohl seine Hobbys – Skifahren und Fischen – derzeit auf Eis liegen, findet er trotzdem im wahrsten Sinne des Wortes Wege, um Energie zu tanken: "Ausgedehnte Spaziergänge in und um Weitra mit der Familie schaffen einen Ausgleich zu der fordernden Gesamtsituation. Es ist doch so schön hier, da brauche ich keinen Urlaub irgendwo anders."

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