Achtes Buch von Hoheneicher Autor ist nichts für schwache Nerven

Ein Grundprinzip von Michael Koller ist es, jedem seiner Bücher eine andere Wendung zu geben.
2Bilder
  • Ein Grundprinzip von Michael Koller ist es, jedem seiner Bücher eine andere Wendung zu geben.
  • Foto: Koller
  • hochgeladen von Bettina Talkner

Der neue Thriller von Michael Koller heißt „Die Herrschaft der Großväter“

HOHENEICH. "Die Geschichte ist ziemlich rasant, schonungslos und sicher nichts für schwache Nerven", meint Michael Koller aus Hoheneich über seinen achten Roman.
Der 266 Seiten füllende Thriller „Die Herrschaft der Großväter“ verlangte dem Autor einiges an Recherchearbeit ab. "Glücklicherweise erfuhr ich viel Backgroundwissen von einem Sicherheitsfachmann und einer Dame, die in der Ukraine aufgewachsen ist."
Abwechselnd im Tagesgeschehen und in autobiografischen Rückblenden wird das Leben der Hauptfigur Mikhail Volkov durchleuchtet, das bis auf wenige Ausnahmen eine beklemmende Szenerie offenbart. Die Figur des Hauptprotagonisten wird dabei bis runter zu den Gebeinen seziert und liefert mitunter das verstörende Bild einer zerschundenen Seele, der selbst in den hellsten Momenten ihre Monstrosität nicht abhandenkommt.

Buchvorstellungen

"Ich versuche, jedem meiner Romane eine andere Richtung zu verleihen, um nicht vorhersehbar zu sein. Mal gefühlvoll, mal exzentrisch, mal brutal", so Koller, der seinen neuen Thriller mit Musiker Alfons Veith präsentieren wird. Los geht es mit einem Warmup am 12. Dezember (19 Uhr) im Hotel Sole-Felsen-Bad in Gmünd. Die Hauptpräsentation findet am 4. Jänner (20 Uhr) traditionell im Kirchberger Hamerlinghaus statt. Am 1. Februar (19:30 Uhr) gibt es dann ein "Heimspiel" in der Gemeindebücherei Hoheneich. Weitere Termine sind geplant.

Exposé zum Roman

Mikhail Volkov wächst Anfang der Siebzigerjahre in der Ukraine auf. Sein Vater Alkoholiker, seine Mutter gleichgültig, flüchtet er sich vor den Misshandlungen im eigenen Heim in die scheinbar heile Welt des Kommunismus. Tritt nach Jahren voller Demütigungen schließlich eine Lehre im Traktorenwerk von Charkiw an und wird, ins wehrpflichtige Alter gekommen, in die Rote Armee an den Ural einberufen. Zu diesem Zeitpunkt ist Volkov längstens zum Mörder geworden. Vordergründig als vermeintliches Opfer der Umstände. In Wahrheit aber als Produkt der Welt, die ihn umgibt. In der Kaserne angekommen, wird er mit dem brutalen und erniedrigenden System der Dedowschtschina konfrontiert. Der Herrschaft der Großväter, die alle Rekruten des Abschlussjahres über die Neuankömmlinge ausüben. Mischa steckt diese Bewährungsprobe aufgrund der Qualen in seiner Vergangenheit beinahe locker weg und wird schließlich selbst ein Großvater. Der eine blutige Spur hinter sich herzieht. Zurück im zivilen Leben, begibt er sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den Dunstkreis der Moskauer Mafia und flieht, nachdem man ihn übers Ohr gehauen hat, schließlich zur Fremdenlegion, die ihm fünf Jahre lang Unterschlupf gewährt. Dort wird sein Hang zur Gewalt weiter geschürt, ehe er nach dem Ausscheiden aus dieser Armee den Weg zurück ins zivile Leben sucht und eine Ausbildung als Personenschützer absolviert. Es folgen ebenso turbulente wie mörderische Jahre in Deutschland, den USA und in Israel, bis er letztlich in Wien seine Zelte aufschlägt. Und dort an einen alten russischen Intellektuellen gerät, der ihn im gleichen Maße fasziniert, wie er auch von ihm irritiert ist. Und als die zarte Knospe der Liebe zu einer jungen, hübschen Frau verwelkt und sich Volkov in seinem Beruf als Leibwächter immer mehr an der eigenen Kundschaft reibt, steht dem nihilistischen Unwesen des Hauptprotagonisten nichts mehr im Wege. Immer geprägt von der lange vergangenen und doch stets präsenten Herrschaft der Großväter. Wäre da nicht der alte Russe, der wie eine Sphinx über der ganzen Geschichte thront.

Zur Person

Michael Koller absolvierte im Jahr 1991 die Handelsakademie in Gmünd, leistete seine Wehrpflicht beim Militär ab und arbeitete anschließend in unterschiedlichen Branchen und Berufszweigen. Nach der Hochzeit mit seiner Frau Susanne übersiedelte er im Jahr 2004 nach Hoheneich, wo er heute gemeinsam mit seiner Gattin, seiner Tochter und seinem Sohn lebt.
Das Schreiben begleitet ihn seit seiner Schulzeit und er arbeitete viele Jahre als Zeitungsredakteur im Printbereich und Sportreporter bei einigen Onlineplattformen. Heute betreut er mehrere institutionelle Webauftritte, schreibt Artikel und Reportagen und ist ehrenamtlich bei zwei Sportvereinen in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Zudem ist er Leiter der Gemeindebücherei in Hoheneich.

Bibliographie

  • Fallstricke – Kriminalroman, Herbst 2011, Verlag Federfrei
  • Clara – Thriller, Herbst 2012, Verlag Federfrei
  • Jagd im Olivenhain – Thriller, Frühjahr 2013, Verlag Bibliothek der Provinz
  • Letzter Elfmeter – Kriminalroman, Herbst 2013, Verlag Federfrei
  • Tödlicher Kunstfehler – Thriller, Herbst 2014, Verlag Federfrei
  • Notizen eines Sommers – Kriminalroman, Frühjahr 2016, Verlag Federfrei
  • Der Konzern – Thriller, Frühjahr 2017, Verlag Federfrei
  • Die Herrschaft der Großväter – Thriller, Herbst 2018, Verlag Federfrei
Ein Grundprinzip von Michael Koller ist es, jedem seiner Bücher eine andere Wendung zu geben.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen