Arbeitslosigkeit im Bezirk Gmünd geht stark zurück

Nach dem relativ schwachen Wirtschaftswachstum der Vorjahre zieht die Konjunktur in Österreich ab 2017 (+2%) wieder kräftiger an. Diese günstige wirtschaftliche Gesamtsituation führt auch Ende Mai zu erfreulichen Arbeitsmarktdaten und verstärkt somit den positiven Trend am Arbeitsmarkt. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften – vor allem nach gut qualifizierten - hält ungebrochen an. Ein Indikator dafür ist der vermehrte Zugang freier Stellen, die beim AMS gemeldet werden“, berichtet der Gmünder AMS-Leiter Gerhard Ableidinger.

Alle saisonal freigesetzten Arbeitskräfte des Bezirkes Gmünd konnte mittlerweile in ihren Stammbetrieben wieder die Beschäftigung aufnehmen. Deshalb ist die Arbeitslosigkeit im Laufe des Monats Mai weiter kräftig zurückgegangen. Ende Mai waren beim AMS Gmünd 1.234 Personen arbeitslos gemeldet, um 120 (oder 8,9 Prozent) weniger als im Vormonat und um 268 (oder 17,8 Prozent) weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 60 (oder 29,7 Prozent) auf insgesamt 262 deutlich gestiegen. Somit waren Ende Mai in Summe 1.496 Personen beim AMS Gmünd vorgemerkt (Ende Mai 2016: 1.704 Personen).

Jugend am Werk

Erfreulich ist wiederum, dass die Jugendarbeitslosigkeit um 33,0 Prozent deutlich gesenkt werden konnte. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist sowohl bei den Männern (-12,5 Prozent) als auch bei den Frauen (-23,4 Prozent) recht deutlich ausgefallen.

Ältere im Dienst

„Die attraktiven Förderangebote des AMS zur Vermittlungsunterstützung von Älteren zeigen Wirkung. Viele ´Golden Ager´ wurden dieses Jahr bereits mit Hilfe des AMS an Unternehmen, Gemeinden, Einrichtungen und Non Profit-Organisationen vermittelt oder haben in Eigeninitiative eine neue Arbeitsstelle gefunden. Von Jänner bis Mai konnten 365 Personen der Generation 50 Plus eine Beschäftigung aufnehmen“, berichtet AMS-Chef Ableidinger.
In absoluten Zahlen sank die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Fremdenverkehrs- (-47 oder
-29,6 Prozent), Handels- (-31 oder -18,2 Prozent), Hilfs- (-31 oder -11,4 Prozent), Büro- (-26 oder -18,2 Prozent) sowie Bauberufen (-25 oder -22,5 Prozent). Die geschätzte Arbeitslosenquote liegt in Gmünd mit 8,0 Prozent (-1,7 PP) genau im Landesschnitt.

Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 182 Jobsuchende neu arbeitslos, um 7 oder 4,0 Prozent mehr als im Mai 2016. In 351 Fällen (-12 oder -3,3 Prozent) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 207 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 40 sind in eine Schulung eingetreten und 104 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.
Positive Entwicklung am Stellenmarkt

99 freie Stellen

Die positive Entwicklung am Stellenmarkt setzt sich weiter fort. Mit Ende Mai waren 99 offene Stellen beim AMS Gmünd gemeldet. Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bedeutet dies ein Plus von 55 Stellen (oder 125,0 Prozent). Im abgelaufenen Monat wurden 87 Stellen vom AMS Gmünd geworben und gleichzeitig 81 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt.
Gute Ausbildung ist gefragt! AMS startet Ausbildungsoffensive für Jugendliche
Personen, die maximal über einen Pflichtschulabschluss verfügen, haben mit Abstand das höchste Arbeitslosigkeitsrisiko. Sie werden häufiger und bleiben meist auch länger arbeitslos. “Eine fundierte berufliche Qualifikation ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Fachkräfte werden nämlich ständig gesucht“, betont Ableidinger.

Der Mangel an Fachkräften wird sich künftig sogar noch weiter verschärfen, weil mittlerweile viele Unternehmen nicht die gewünschte Anzahl an Lehrlingen findet. „Handwerk hat goldenen Boden“ - dieses Sprichwort ist aktueller denn je. Deshalb wird das AMS in Kooperation mit anderen Einrichtungen die Programme „AusBildung 18“ sowie die „Ausbildungsgarantie bis 25“ umsetzen, um sicher zu stellen, dass Bildung nahtlos, passend und nachhaltig erfolgen kann. „Diese Initiativen bieten Jugendlichen mit maximal Pflichtschulabschluss berufliche Perspektiven und eröffnen der Wirtschaft mehr Möglichkeiten zur Deckung des Fachkräftebedarfs“, erklärt Ableidinger. Nähere Informationen zu den Förderprogrammen erhält man bei allen AMS-Geschäftsstellen.

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