Biotop-Pflege richtig gemacht

Der Naturschutzbund NÖ widmet sich seit einem halben Jahrhundert der Erforschung und Sicherung wertvoller Lebensräume in Niederösterreich. Nun gibt man die mannigfaltigen Erfahrungen bei der Pflege mittels „Leitfaden zur Erhaltung von Naturschutzflächen“ an andere weiter.

Viele Menschen wollen dem Rückgang der Artenvielfalt, dem Verlust schöner Landschaften in ihrer Umgebung nicht tatenlos zusehen. Biotoppflege ist eine gute Möglichkeit, selbst aktiv zum Naturschutz beizutragen. Naturschutzvereine, Gemeinden oder Einzelpersonen zeigen zunehmend Interesse. Trockenrasen aber auch Feuchtwiesen müssen beweidet oder gemäht, vordringende Gebüsche zurückgeschnitten werden. Nicht immer ist es einfach, Landwirte zu finden, die diese extensive Bewirtschaftungsweise übernehmen wollen. „Die Erträge sind gering, die Höhe der Förderungen reicht oft nicht aus, um wirtschaftliche Einbußen auszugleichen. Zudem fehlen im vom Ackerbau geprägten Osten Österreichs schlichtweg die für die Pflege von extensivem Grünland nötigen Geräte. Dass immer mehr Einzelpersonen, Vereine und Gemeinden die Pflege unserer Naturjuwele übernehmen, ist deshalb umso dringender wie begrüßenswert“ sagt Univ.-Prof. Dr. Walter Hödl,
Vorsitzender des Naturschutzbund NÖ.

Ratgeber: Was tun, wie pflegen?

„Diese Wiese müsste endlich mal gemäht werden!“ Der gute Wille reicht keinesfalls aus, es gilt Wichtiges zu beachten. Nämlich, dass das Richtige zum richtigen Zeitpunkt getan wird und damit die dort lebenden Tier- und Pflanzenarten von der Pflege auch tatsächlich profitieren, dass das nötige Werkzeug und die passende Ausrüstung zur Verfügung stehen, dass genügend Leute für die Arbeit gefunden werden, usw. „Im Wein- und Waldviertel haben wir bereits ein Schutzgebietsnetzwerk aufgebaut, das genau diese Voraussetzungen schafft. Die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich mit ihren Regionalstellen und einer engen Anbindung an die Gemeinden ist die ideale Drehscheibe dafür“, betont Landesrat Dr. Stephan Pernkopf unter Hinweis auf die laufende Erweiterung des Netzwerks.

Ein Einsatz bedarf vor allem wohlbedachter Planung und praktischer Kenntnisse. Die Tatenlust muss mit naturkundlichem Wissen kombiniert werden, denn ein Niedermoor stellt ganz andere Ansprüche als ein Trockenrasen. Die vorliegende Broschüre zeigt auf, welcher Lebensraum welche Pflege benötigt. Allerdings ist eine naturschutzfachliche Begleitung in den meisten Fällen unumgänglich.

Sinnstiftend: Einen Tag lang für die Natur leben

„Wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen durch eigenes Zutun zu erhalten, haben mittlerweile viele unserer Mitglieder und freiwilligen Helfer als bereichernde Tätigkeit erlebt, auch als Ausgleich zum Alltag in einer hoch technisierten Welt,“ betont der Vorsitzende des Naturschutzbund NÖ. Der Einsatz kommt durchaus den Freiwilligen zugute: Gemeinsame Arbeiten mit Gleichgesinnten wird als sinnstiftend erlebt, oft werden neue Freundschaften geschlossen. Auch die Freude am gemeinsamen Erfolg am Ende des Tages wird als Gewinn eingestuft. Die allergrößte Freude entsteht aber, wenn verschwunden geglaubte Pflanzen- und Tierarten wieder auf die Fläche zurückkehren.

Bestellung der Broschüre (gegen Spende):
| naturschutzbund nö | Mariannengasse 32/2/16 | 1090 Wien, Tel: 01 402 93 94,
E-mail: noe@naturschutzbund.at

Die Broschüre wurde im Rahmen des Projektes „Netzwerk Biotoppflege“ erstellt, das aus Mitteln der Ländlichen Entwicklung und damit von EU und Land Niederösterreich finanziert wird.


Autor:

Eva Jungmann aus Gmünd

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