Fall des Eisernen Vorhangs: Erinnerungsstücke gesucht

Ein Foto, wie es jahrzehntelang unmöglich war. Das Auto des Windhaagers Alois Quass am Eisernen Zaun im Dreiländereck Südböhmen, Niederösterreich und Oberösterreich.
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  • Ein Foto, wie es jahrzehntelang unmöglich war. Das Auto des Windhaagers Alois Quass am Eisernen Zaun im Dreiländereck Südböhmen, Niederösterreich und Oberösterreich.
  • Foto: Alois Quass
  • hochgeladen von Bettina Talkner

Vor 30 Jahren fiel der Eiserne Vorhang. In Weitra startet dazu eine Sammelaktion.

WEITRA. Der Verein zur Dokumentation der Zeitgeschichte überarbeitet die Ausstellung „Schauplatz Eiserner Vorhang“ im Schloss Weitra - und bittet dafür alle Bezirksblätter-Leser um Hilfe: Wer private Fotos, Filme, Dokumente oder andere Erinnerungsstücke zum Eisernen Vorhang hat, ist eingeladen, sie in die Ausstellung einzubringen.

Wirken Sie mit

Im Dezember 1989 musste auch in Prag das kommunistische Regime einer „samtenen Revolution“ weichen. Damit war auch die österreichisch-tschechoslowakische Grenze nach Jahrzehnten wieder offen. Hunderttausende Tschechen und Slowaken machten sich auf und genossen die ungewohnte Reisefreiheit. Umgekehrt stiegen auch viele Österreicher in ihre Autos und entdeckten die Gebiete hinter dem Eisernen Vorhang für sich. "Das war damals noch eine seltsame Situation, davon gibt es sicher viele Fotos",  hofft der Kurator der Ausstellung Christoph H. Benedikter. Die bisher „tote Grenze“ lebte plötzlich, das alte Mitteleuropa wuchs wieder zusammen.

Die Ausstellungsgestalter suchen für die überarbeitete Ausstellung im Schloss Weitra private Fotos und Filme, Dokumente und andere mögliche Exponate, die an den Eisernen Vorhang erinnern. Zwei Themen sind dabei von besonderem Interesse. Erstens: Die Zeit der gesperrten Grenze – also von den 1950er-Jahren bis 1989. Zweitens: Die aufregenden Wochen der Grenzöffnung und die Jahre danach – also Dezember 1989 und Folgejahre.

Zur Sache

Ansprechperson ist Kurator Christoph H. Benedikter vom Verein zur Dokumentation der Zeitgeschichte und dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgen-Forschung. Erreichbar ist er unter der Nummer 0699 107 99 268 oder per Mail unter christoph.benedikter@bik.ac.at. Die Originale der Fotos, Filme und Dokumente sollen bei den Besitzern bleiben, in der Ausstellung werden Kopien gezeigt. Über mögliche Ausstellungsobjekte werden Leihverträge ausgestellt. Vorläufig abgegeben werden können interessante Fotos, Objekte etc. im Rathaus von Weitra zu Handen Bürgermeister Raimund Fuchs.

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