Fußball-WM: Heut' gehört das TV-Gerät mir! - die Schlacht um den Fernseher entzweit (oder auch nicht) Paare

Monika Hubik setzt sich gegenüber ihrem Mann durch, wenn es um Fußball geht: Sie schaut, er nicht!
  • Monika Hubik setzt sich gegenüber ihrem Mann durch, wenn es um Fußball geht: Sie schaut, er nicht!
  • hochgeladen von Eva Jungmann

BEZIRK. Schlachtgesänge bis weit nach Mitternacht im Schlafzimmer. Funkstille ab 18 Uhr zwischen den Partnern. Und im abendlichen Match ums Flachbild-TV führen Ronaldo, Neymar und Müller 30:0 gegen die "Desperate Housewifes".

WM-Ausnahmezustand?
Bei vielen Paaren herrscht derzeit Ausnahmezustand, der teilweise schon an einen Bürgerkrieg grenzt. Grund: Manche (meist männliche) Partner sind akut vom "febris brasiliensis", dem gemeinen WM-Fieber befallen. Die Bezirksblätter Gmünd sprachen mit Betroffenen aus dem Bezirk über ihre Taktik, Abwehrstrategien und den Halbzeit-Stand im Hausfriedens-Match. Paartherapeutin Gabriele Stattler gibt als 'Schiri' Tipps, wie man in 32 harten Spieltagen grobe Fouls und die rote Karte vermeidet, damit man nach dem Finale nicht als Single aufwacht.

Zwei Fersehgeräte im Haus

Der Litschauer Wolfgang Fürst und seine Frau Barbara haben sicherheitshalber zwei Fernsehgeräte, falls es zu unterschiedlichen Gelüsten bei der Programmauswahl kommen sollte. Allerdings, so Fürst: "Fußballmatches schauen wir beide gelegentlich sogar gemeinsam an."
Bei Monika Hubik, der Chefin des Schremser UnterWasserReiches, ist es umgekehrt als erwartet: "Im Normalfall sehe ich nicht fern, außer vielleicht die ZIB. Mein Mann nutzt den Fernseher regelmäßig. Wenn ich allerdings ein Fußballmatch sehen möchte, kündige ich das vorher an und sage 'Heute gehört der Fernseher mir!', weil ich keine Lust habe, mir ein Match auf dem Laptop anzusehen.

Sie schaut, er hat Pause

Das finde ich nämlich unspannend, deswegen brauche ich einen anständigen Fernseher. Diesbezüglich gibt es eigentlich wenig Diskussionen, denn mein Mann tut sich auf Grund der Tatsache, dass er das Gerät normalerweise nutzt, schwer mit der Argumentation." Bei der WM und auch sonst drücke sie im übrigen Deutschland die Daumen: "Das habe ich schon getan, als man noch dafür geprügelt wurde. Inzwischen ist es ja modern geworden, dass Österreicher zu Deutschland halten. Ansonsten drücke ich den Nachbarländern Öster-reichs die Daumen."
Psychotherapeutin Gabriele Stattler aus Heidenreichstein weiß: "Keine Angst vor Weltmeisterschaft, Olympia oder Weihnachten! In einer intakten Beziehung haben solch außerordentliche Ereignisse keine Bedeutung. Gibt es in der Partnerschaft Frust und Probleme, verstärken sich vermutlich die Konflikte. Tipp: Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Partnerschaft, sprechen Sie Ihre Bedürfnisse an und gönnen Sie sich etwas Schönes gemeinsam!"

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